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Zuversichtlicher Blick in die Zukunft

adidas spürt gebremste Kauflaune

Der größte deutsche Sportartikelhersteller adidas hat im ersten Halbjahr 2009 die gebremste Kauflaune der Verbraucher im Zuge des Abschwungs zu spüren bekommen. Umsatz und Ergebnis blieben in der am Mittwoch veröffentlichten Halbjahresbilanz hinter den Zahlen des Vorjahreszeitraumes zurück, fielen aber besser aus als von Analysten erwartet. Auf die zweite Jahreshälfte blickt das Herzogenauracher DAX-Unternehmen derweil wieder optimistischer. «Wir haben die schlimmsten Zeiten hinter uns», sagte der Vorstandsvorsitzende Herbert Hainer.

Aufgrund geringerer Erlöse in allen Segmenten sank der währungsbereinigte Umsatz des Konzerns in den ersten sechs Monaten 2009 auf Jahressicht um sieben Prozent auf rund fünf Milliarden Euro. Der Nettogewinn brach um 95 Prozent auf dreizehn Millionen Euro ein. Trotz der Einbußen wurden die Prognosen der Bankhäuser damit übertroffen. Analysten hatten mit einem etwas geringeren Umsatz und einem Nettoergebnis von nur 2,8 Millionen Euro gerechnet.

Im zweiten Quartal fiel der Gewinn den Angaben zufolge im Vorjahresvergleich um 93 Prozent auf neun Millionen Euro. Der Umsatz verringerte sich um drei Prozent auf etwa 2,5 Milliarden Euro. Währungsbereinigt wurde hier ein Rückgang um acht Prozent verzeichnet. Einzig das Golf-Segment TaylorMade-adidas konnte zwischen April und Juni ein Umsatzplus von drei Prozent erzielen, bei den Marken adidas und Reebok gingen die Erlöse dagegen um jeweils neun Prozent zurück.

Umsatzgewinne in Nord- und Lateinamerika

Insgesamt seien Umsatzgewinne in Nord- und Lateinamerika durch Rückgänge auf den meisten wichtigen Märkten Europas und Asiens aufgehoben worden, hieß es. Das Minus auf den europäischen Märkten sei auch mit den hohen Vorjahresumsätzen infolge der Fußball- Europameisterschaft zu erklären.

Der Vorstandsvorsitzende Hainer sagte, dass seit Veröffentlichung der Erstquartalszahlen keine wesentlichen Verschlechterungen des Geschäfts bemerkbar gewesen seien. In den ersten drei Monaten 2009 war der Sportartikelhersteller nur knapp an der Verlustzone vorbeigeschrammt. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen weiter mit einem Rückgang des währungsbereinigten Umsatzes im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich. Positive Impulse für das Geschäft erhofft sich adidas unter anderem von der Fußball- Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika.

Restrukturierung des Konzerns

Die Restrukturierung des Konzerns ist laut Hainer zudem fast abgeschlossen. Die Restrukturierungsziele seien größtenteils schon im ersten Halbjahr erreicht worden. Außerdem bekräftigte er, dass Reebok auch künftig ein wichtiger Bestandteil des Konzern bleiben werde. Hainer will künftig im Vorstand zusätzlich die direkte Verantwortung für den Bereich Global Sales übernehmen.

Am Markt riefen die Zahlen ein gemischtes Echo hervor. «Auf den ersten Blick besser als erwartet, der zweite Blick zeigt aber, dass die Probleme bleiben», urteilte eine Analystin der Nord/LB und verwies auf eine gesunkene Bruttomarge und den gestiegenen Verschuldungsgrad des Unternehmens. Ein Händler ging derweil davon aus, dass die prognostizierte Verbesserung im zweiten Halbjahr aufgrund höherer Profitabilität die Aktie stützen werde. Die Aktie des Unternehmens stand gegen 15.00 Uhr mit einem Plus von 6,6 Prozent auf 32,44 Euro an der Spitze des DAX.

(Redaktion)


 


 

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