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Gesetzliche Unfallversicherung

Änderungen für Unternehmer bei der gesetzlichen Unfallversicherung

Mit dem Unfallversicherungsmodernisierungsgesetz (UVMG) hat der Gesetzgeber zahlreiche Änderungen für die gesetzliche Unfallversicherung beschlossen. Von vielen Änderungen sind die Mitgliedsunternehmen der Berufsgenossenschaft Druck und Papierverarbeitung (BG) direkt betroffen.

Neue Meldepflichten
In Zukunft wird nicht mehr die Berufsgenossenschaft die Richtigkeit der Entgeltmeldung überprüfen, sondern die Deutsche Rentenversicherung Bund. Damit die Rentenversicherung die Prüfung durchführen kann, benötigt sie die Entgeltdaten in einer Form, die ihre EDV-Systeme verarbeiten können. Ab 01.01.2009 müssen deshalb die Entgelte der Mitarbeiter auch an die Rentenversicherung gemeldet werden. Dabei wird nicht mehr eine Gesamtlohnsumme als Pauschalbetrag für das Unternehmen gemeldet, sondern die Lohnsumme jedes einzelnen Mitarbeiters.

Die Meldung erfolgt im Rahmen der Jahresmeldung zum 15. April an die Einzugsstelle für den Gesamtsozialversicherungsbeitrag. Dafür wird das so genannte DEÜV-Verfahren, mit dem bisher schon die Entgelte für die Renten , Kranken- und Arbeitslosenversicherung gemeldet werden, um einen Baustein für die Unfallversicherung ergänzt. Die Softwarehersteller arbeiten zurzeit an einem Update, das dann von den Betrieben installiert werden muss.

"Die zusätzlichen Meldepflichten sind aus unserer Sicht eine unnötige bürokratische Belastung der Unternehmen", ärgert sich Michael Boettcher, Hauptgeschäftsführer der BG Druck und Papierverarbeitung. Man wolle die Unternehmen, so Boettcher, aber so gut wie möglich dabei unterstützen, den neuen Meldepflichten nachzukommen. "Alle Informationen, die uns zur Verfügung stehen", so Boettcher, "veröffentlichen wir unserem Mitteilungsblatt in 'tag für tag' und kurzfristig im Internet". Da zwischen Softwareherstellern und Rentenversicherung noch nicht alle Fragen geklärt, empfiehlt die BG, regelmäßig im Internet nachzusehen, ob aktuelle Informationen vorliegen.

Insolvenzgeld ab Januar monatlich Der Gesetzgeber hat außerdem entschieden, das Insolvenzgeld künftig nicht mehr von den Berufsgenossenschaften einziehen zu lassen. Es ist ab 1. Januar 2009 monatlich an die Einzugsstelle für den Gesamtsozialversicherungsbeitrag zu überweisen.

Wichtiges Datum für die Finanzplanung Bisher hat die Berufsgenossenschaft zwei Beitragsbescheide verschickt: im März für den Beitrag zur Berufsgenossenschaft und im April für die Fremdumlagen Insolvenzgeld und Ausgleichslast. Insbesondere weil das Insolvenzgeld nicht mehr von der Berufsgenossenschaft eingezogen wird, wird es ab 2009 nur noch einen Bescheid geben, der im April verschickt wird. Der Beitrag ist dann jeweils zum 15. Mai fällig.

Die Berufsgenossenschaft stellt im Internet unter www.bgdp.de/2009  Informationen zur Verfügung.

(Redaktion)


 


 

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