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Lebensmittelkontrolle

Aigner will bundesweit einheitliche Restaurant-"Smileys"

(dpad) Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) steht einer bundesweit einheitlichen "Smiley"-Kennzeichnung von Restaurants positiv gegenüber.

"Ich bin bereit, mit den Ländern zusammen für eine bundesweit einheitliche Regelung zu sorgen, um die Transparenz der Lebensmittelüberwachung zu erhöhen", sagte Ilse Aigner dem "Tagesspiegel"  laut Vorabbericht. Stelle die Lebensmittelüberwachung bei einem Betrieb gravierende Beanstandungen fest, sollten Verbraucher auch die Möglichkeit haben, davon zu erfahren. Die Lebensmittelüberwachung ist allerdings Ländersache. Daher kann Aigner erst auf deren Wunsch aktiv werden. Donnerstag und Freitag treffen sich die zuständigen Verbraucherminister in Potsdam. Niedersachsen, Hamburg und Nordrhein-Westfalen wollen dem Bericht zufolge auf der Konferenz ein bundesweit einheitliches Kennzeichnungssystem beantragen. Widerstand werde jedoch aus den südlichen Bundesländern erwartet.  Aigner appellierte an die Minister, sich in Potsdam zu einigen. "Wichtig ist, dass sich die Länder auf ein gemeinsames Konzept verständigen, das Aktualität und Verlässlichkeit sicherstellt und für die Überwachungsbehörden der Länder auch umsetzbar ist", sagte sie. Auf dieser Grundlage könne dann der Bund einen bundesweiten Rechtsrahmen schaffen. Den fordern auch die Lebensmittelkontrolleure.

"Die Länder müssen jetzt endlich den Einstieg in ein einheitliches System finden", sagte Martin Müller, Vorsitzender des Bundesverbandes der Lebensmittelkontrolleure Deutschlands, der Zeitung. Der "Smiley" ist ein nach dänischem Vorbild im März 2009 erstmals im Berliner Bezirk Pankow eingeführtes amtliches Gütesiegel. Damit dürfen sich jene gastronomischen Einrichtungen schmücken, die bei der amtlichen Lebensmittelkontrolle eine überdurchschnittliche Qualität und Hygiene nachweisen konnten. Betriebe, bei denen dagegen erhebliche Verstöße gegen Lebensmittel- und Hygienevorschriften festgestellt wurden, erhalten einen Eintrag mit Foto in einer im Internet veröffentlichten sogenannten Negativliste. Die aktuelle Liste etwa dokumentiert unsachgemäße Lagerung von kühlpflichtigen Lebensmitteln, Abzugsanlagen mit rücktropfendem Fett, Mäusekot auf dem Boden und die Verwendung von Käseimitat statt Käse ohne Kennzeichnung.

(Redaktion)


 


 

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1 Kommentar

von Reinis
14.09.10 08:24 Uhr
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Nice Post:)

 

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