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Aktienmärkte können weitere Kursgewinne etablieren

Die führenden US-Indizes verbuchten gestern erneut Kursgewinne. Damit wurde das höchste Level in diesem Jahr erreicht. Seit dem Tief am 6. März, betrug die Aufwärtskorrektur nun rund 38 %. Einmal mehr standen gestern Bankaktien im Fokus. Im frühen Geschäft hatten diese noch unter Druck gestanden, Berichte wonach einzelne Häuser kein Geld benötigen um den Stress-Test der US-Regierung zu bestehen, sorgten schlussendlich für Kursaufschläge. Erstaunlicherweise ging es auch für die Papiere der Bank of America ( + 17,1 %) und Citigroup (+16,6 %) nach oben, dies obwohl BoA bis zu 34 Mrd. $ und die Citi bis 5 Mrd. $ an frischem Geld benötigen.

Ein weiterer Impuls wurde durch den besser als erwartet ausgefallenen ADP-Bericht ausgelöst. Die die private Arbeitsagentur mitteilte, soll sich der Arbeitsplatzabbau im April verlangsamt haben. Entsprechend wird man heute in den USA das Augenmerk auf die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe richten. Eine nachhaltige Entspannung ist nicht zu erwarten. Wichtig ist auch die Zahl der registrierten Arbeitslosen. Ein weiterer Anstieg signalisiert eine höhere Arbeitslosenquote. Es ist fraglich, ob das freundlichere Signal vom Arbeitsmarkt, das gestern durch den ADP-Report gegeben wurde, bestätigt wird. Damit verbunden wäre ein deutliches Enttäuschungspotenzial.

Darüber hinaus werden die Ergebnisse des „Stress-Test“ der Banken heute einen wesentlichen Markteinfluss haben. Das kurz- und mittelfristige technische Bild des Dow und des S&P 500 sehen im kurz- und mittelfristigen Zeitfenster weiter gut aus. Dem Dax gelang es gestern, die Kursgewinne der vergangenen Tage weiter auszubauen. Zur guten Stimmung unter den Anlegern hatten insbesondere die besser als erwartet ausgefallenen Geschäftszahlen von BMW, aber auch der ADP-Arbeitsmarktbericht aus den USA beigetragen.

Das größte Kursplus unter den Daxwerten hatte Metro mit einem Anstieg um 8,19 % vorzuweisen. Commerzbank (+ 4,62 %) und Henkel (+4,05 %) folgten. Adidas verlor als schwächster Wert 4,43 %.

Heute wird sicherlich die „Entwicklung“ bei VW und Porsche im Blickpunkt stehen, nachdem bekannt wurde, dass Porsche von seinen Übernahmeplänen abrückt und nun eine Fusion mit VW anstrebt. Während die realen Wirtschaftsdaten noch immer von Schwäche geprägt sind, hat sich eine Reihe von Stimmungsindikatoren in den letzten Wochen aufgehellt. An den Finanzmärkten hat im Zuge dessen die Risikoaversion sukzessive nachgelassen. Vor diesem Hintergrund scheint es schwer vorstellbar, dass die EZB, die sich im Verlauf der gesamten Finanz- und Wirtschaftskrise als eher zögerlich präsentiert hat, heute einen sehr aggressiven Weg einschlagen wird.

Dennoch: Im April hatte EZB-Chef Trichet suggeriert, weitere unkonventionelle Maßnahmen im Mai verkünden zu wollen. Daher dürfte auf der heutigen EZB-Ratssitzung zumindest eine Verlängerung der Refinanzierungsgeschäfte bekanntgegeben werden, welche die Reduzierung des Leitzinsniveaus auf 1,0 % begleiten dürfte. Darüber hinausgehende Signale für Zinssenkungen oder gar den Ankauf von Commercial Papers und Unternehmensanleihen halten für unwahrscheinlich. Insofern dürfte sich EZB-Chef Trichet auf der Pressekonferenz als Hüter der Preisniveaustabilität gerieren.

Quelle: Helaba

(Redaktion)


 


 

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