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Siemens: Analysten rechnen mit Windenergie-Ausbau

Der Boom der Windenergie ist trotz Wirtschafts- und Finanzkrise ungebrochen. Trotz Wachstumsbremse im Jahr 2009 ist die installierte Leistung im Vergleich zum Vorjahr um 31 Prozent gestiegen. Analysten gehen nun zunehmend davon aus, dass auch Siemens verstärkt in diesem Bereich investieren und sich dabei vor allem auf das Offshore-Segment konzentrieren wird.

Der Siemens-Vorstandsvorsitzende Peter Löscher hat bereits das Ziel ausgegeben, bis zum Jahr 2012 unter die größten drei Hersteller von Windenergieanlagen weltweit zu kommen. Dieses Ziel wird für den Konzern vor allem durch Zukäufe zu erreichen sein. Experten vermuten, dass Siemens sich vor allem für Komponentenlieferanten interessiert, obwohl der Konzern im Turbinengeschäft vor allem auf Wachstum aus eigener Kraft setzt. „Ich bin ziemlich überzeugt, dass Siemens keinen anderen Windturbinenhersteller kauft. Es ist wahrscheinlicher, dass sie einen Zulieferer übernehmen“, sagte Analyst Andreas Willi von JP Morgan gegenüber dem Wirtschaftsblatt. Im Verhältnis zu Turbinenherstellern seien Zulieferer verhältnismäßig klein.

Auch Roland Berger Strategy Consultants schlagen in einer aktuellen Studie in eine ähnliche Kerbe. Die Experten kommen zu dem Schluss, dass sich die Windkraftanlagen-Branche von einer Pionier-Branche zu einer klassischen Industrie entwickeln muss. „Weil die großen Energieversorger an die Windkrafthersteller die gleichen Anforderungen stellen wie an die Hersteller konventioneller Energieerzeugungsanlagen, wird sich die Produktentwicklung auch im Windkraftbereich zunehmend an der normalen industriellen Praxis orientieren und so die Wertschöpfungskette stabilisieren. Außerdem werden große Industriekonzerne wie Siemens oder General Electric, aber auch lokale, vor allem chinesische Player ihren Marktanteil auf Kosten der Pioniere ausbauen“, so Roland Berger Principal Matthias Spott.

Konkret plant Siemens derzeit allerdings keine weiteren Übernahmen im Windsektor, hält solche Schritte Konzernkreisen zufolge für die Zukunft jedoch auch nicht für ausgeschlossen. Vor allem auf den Offshore-Bereich, als auf Windräder auf See, wird sich Siemens stärker konzentrieren. In diesem Sektor beansprucht der Konzern bereits jetzt die Marktführerschaft. „Ich erwarte nicht, dass sie sich stärker dem Geschäft mit Windturbinen an Land widmen und in dem Bereich zukaufen. Wenn vielleicht einige kleinere, starke Technologiefirmen im Offshore-Segment zu haben sind, könnte das passieren“, sagte Gael de bray von Societé Generale. Der Siemens-Konzern war mit dem Kauf des dänischen Unternehmens Bonus Energy im Jahr 2004 relativ spät in die Windenergie eingestiegen. Seitdem baut der Konzern dieses Segment allerdings zügig aus. So entstehen etwa im US-Bundesstaat Kansas und in China Werke für Triebwerksgondeln – eine Produktion in Indien ist ebenfalls geplant.

(Redaktion)


 


 

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