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Mittelstandsreise

Angela Merkel besucht Bielefelder Firma Schüco

Mit Besuchen bei drei Unternehmen in Nordrhein-Westfalen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Mittelstandsreise beendet. Bei der Firma Schüco diskutierte die Kanzlerin mit Unternehmerinnen und Unternehmern aus der Region. Danach ging es weiter zum Logistikunternehmen Fiege in Greven. Letzte Station war das Einzelhandelsunternehmen Tengelmann in Mülheim an der Ruhr.

"Auf Veränderungen können Mittelständler viel schneller reagieren als die Großen", lautet ein wichtiges Fazit ihrer Reise. Mit ihrer Mittelstandsreise wollte sich die Bundeskanzlerin ein Bild davon machen, wie Unternehmen des deutschen Mittelstands mit der Wirtschafts- und Finanzkrise zurechtkommen.

Die Firmen Fiege und Tengelmann standen deshalb auf ihrer Reiseroute, weil sie als Familienunternehmen für nachhaltiges, generationenübergreifendes Wirtschaften sorgen. "Unser Ziel ist, dass wir stärker aus der Krise herauskommen, als wir hineingegangen sind", sagte Merkel. Im Moment würden die Karten weltweit neu gemischt, der Wettbewerb um die Verteilung von Marktanteilen sei in vollem Gang.

"Der deutsche Mittelstand war immer bestimmt von Menschen mit Ideen", so die Kanzlerin. "Ich bin zuversichtlich, dass unsere Unternehmen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch in dieser schwierigen Situation gute Ideen haben."

Kreditvergabe erleichtern

In Bielefeld bei der Firma Schüco sprach Angela Merkel mit 40 Unternehmerinnen und Unternehmern aus der Region. Es ging um die Probleme, die die weltweite Finanzmarktkrise dort ausgelöst hat.
Lob bekam die Kanzlerin für die Konjunkturprogramme der Bundesregierung. "Wir stellen fest: Bei unseren Kunden profitieren über 1000 Projekte von den Konjunkturpaketen", so ein Vertreter der Bauwirtschaft, "und das hilft uns sehr." Mit Sorge betrachten viele Unternehmen die Kreditvergabe durch die Banken. "Wir haben zwar keine Kreditklemme, aber die Bedingungen für Kredite werden härter", so stellten mehrere Unternehmer fest.

Merkel warb deshalb dafür, dass die Unternehmen die Möglichkeiten des Kredit- und Bürgschaftsprogramms der Regierung nutzen. Außerdem will sich die Bundesregierung dafür einsetzen, dass europäische Regelungen nicht zum Problem bei der Kreditvergabe werden.

Mit Blick auf den kommenden G20-Gipfel in Pittsburgh mahnte die Kanzlerin: "Wir brauchen international verbindliche Spielregeln - insbesondere in der Finanzwirtschaft." Sie ist überzeugt: "Unsere soziale Marktwirtschaft mit ihrem starken Mittelstand, ist ein internationales Erfolgsmodell."

(Redaktion)


 


 

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