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Geheimtipp Meran

Angenehmer Luxus mit Spaßfaktor jenseits des Kururlaubs

Der liebe Gott hat alles richtig gemacht, als er Meran schuf! Umrahmt von den Dreitausendern der Texelgruppe und Sarntaler Alpen, durchzogen von der einstmals wilden Etsch und an der Kreuzung von Vinschgau, Ulten- und Passeiertal liegt Meran wie auf einem goldenen Präsentierteller, an 300 Tagen im Jahr von der Sonne beschienen. Es ist wohl die Mischung aus alpinem Setting und mediterranem Ambiente an der Schnittstelle von nord- und südeuropäischen Traditionen und Lebensgefühl, die diese Stadt in Südtirol so einzigartig macht.

Das haben unsere Vorfahren auch schon so gesehen, als sie sich in der Region vor mehr als 8.000 Jahren niederließen und den Südalpenraum besiedelten. Und auch die Tiroler Grafen, die von der Burg hoch über Meran im Mittelalter den Alpenraum kontrollierten, wussten die verkehrsgünstige Lage des Ortes an der wichtigsten Verbindung zwischen dem Norden und Süden Europas zu schätzen.

Schade eigentlich, dass die erste Blüte der Stadt jäh um 1420 beendet wurde. Innsbruck löste Meran als Landeshauptstadt ab, die Handelsströme gingen an der einst so stolzen Metropole mit seinen Laubengängen und reichen Kirchen künftig vorbei. Meran wurde ein kleines „Kuhstadl“, wie ein Zeitgenosse des 18. Jahrhunderts larmoyant bemerkte.

Das wir heute ein so ganz anderes Bild mit Meran verbinden, liegt an Dr. Josef Huber. Der Hausarzt der Fürstin Mathilde von Schwarzenberg schickte seine kränkelnde Patientin 1836 nach Meran zur Kur. Als sie nach einigen Monaten sichtbar erholt bei ihrem Arzt vorstellig wurde, war der so beeindruckt, dass er ein Buch schrieb. Er schwärmte, dass „Luft, Wasser und Milch in Meran von solcher Güte seien, dass das natürliche Lebensende lange herausgeschoben werden könne.“ Zwei Jahre danach kam Kaiser Ferdinand I zusammen mit der Kaiserin nach Meran. Die Könige Württembergs und Preußens folgten wenig später und schließlich kam auch Kaiserin Sissi regelmäßig. Die mondäne Kurstadt Meran war geboren und das Kurhaus im Jugendstil ist heute noch ein beredtes Zeugnis dieser Epoche.

Liebenswertes Urlaubsziel

Heute sind die Kühe aus den mittelalterlichen Laubengängen der Altstadt längst gehobenen Geschäften und Boutiquen und einer Vielzahl von Restaurants gewichen und die gekrönten Häupter dieser Welt sind weitergezogen. Was bleibt, ist ein quirliges und liebenswertes Ziel für alle, die mit Urlaub in den Alpen mehr verbinden als die Abgeschiedenheit und die Kiefernholzromantik der Bergdörfer.

Wer sich hier auf Zeit niederlässt, hat die Qual der Wahl aus einem rundum kompletten Spektrum an Aktivitäten. Wellnessangebote locken in der neuen Therme Meran, kulturhungrige kommen allein im mittelalterlichen Kern der Stadt voll auf ihre Kosten, wenn sie die Fahrt hinauf ins Dorf Tirol mit der gräflichen Burg und dem Südtiroler Landesmuseum scheuen. Aktivtouristen können zwischen einem Spaziergang auf dem Sissi-Weg oder dem Tappeiner Höhenweg, Wanderungen in der Bergwelt der Umgebung oder Mountainbiketouren wählen. Und abends, wenn die Tagestouristen Meran verlassen haben, wenn man entspannt entlang der Kurpromenade oder in den Laubengängen flaniert, locken die Bars und Restaurants und spielen den letzten großen Trumpf der Stadt aus. Denn auch kulinarisch liegt Meran an der Schnittstelle von Norden und Süden, hier treffen sich Pizza und Schnitzel und alles, was die moderne Tiroler Küche dazwischen zu bieten hat, inklusive einiger beachtenswerter autochthoner Weine.


 


 

Meran
Hotel Therme Meran
Wellness
Kururlaub
Petra Koslows

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