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Anke Zillmann

Interview mit der Vorsitzenden der Wirtschaftsjunioren Paderborn + Höxter e.V.

Anke Zillmann ist seit 2008 Vorsitzende der Wirtschaftsjunioren Paderborn + Höxter. In ihrer Funktion leitet sie ehrenamtlich einen Verein, der im Verbund mit den Wirtschaftsjunioren Deutschland, mit 10.000 Mitgliedern, die größte Nachwuchsorganisation von Unternehmen und Führungskräften in Deutschland ist.

Im Hochstift sind die Junioren mit rund 240 Unternehmen mit mehr als 13.000 Mitarbeitern vertreten. Die Mitgliedsunternehmen stellen jährlich circa 1.000 Ausbildungsplätze zur Verfügung.

Was hat Sie persönlich bewogen dieses Ehrenamt auszuüben?

Anke Zillmann: Die Wirtschaftsjunioren wurden mir vor vielen Jahren empfohlen und ich habe mich schnell von der sehr lebendigen Organisation anstecken lassen. Hier treffen sich Menschen, die etwas bewegen. Die Mitglieder setzen sich aktiv für die gemeinsamen Ziele ein und versuchen diese auf unternehmerische Art und Weise zu realisieren. Dabei gefällt mir besonders gut, dass zur gemeinsamen Wertebasis der Junioren, nicht nur fordern, sondern auch pragmatisch und tatkräftig mit anpacken, gehört. Für das Ehrenamt habe ich mich entschieden, da es mir in der sehr sinnvollen Tätigkeit auch Weiterentwicklungschancen für meine eigene Persönlichkeit und Führung gibt. Für mich war es Herausforderung und Ehre zugleich, den Vorsitz der Wirtschaftsjunioren im Jahr 2008 zu übernehmen.

Was sind die Ziele der Wirtschaftsjunioren Paderborn + Höxter?

Anke Zillmann: Unser Ziel war es immer, der aktivste Verband von jungen Unternehmern und Führungskräften im Hochstift zu sein. Ich denke, wir können durchaus mit Stolz sagen, dass wir das erreicht haben. Mit unseren Veranstaltungen, Vorträgen und Aktionen wollen wir uns aktiv in Wirtschaft und Gesellschaft einbringen. Unsere Schwerpunkte liegen hier in den Bereichen Wirtschaft, Unternehmer und Mittelstand, aber auch in den Bereichen Bildung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind wir aktiv. Wenn wir einen Blick in unseren eigenen Kreis werfen, realisieren wir gemeinsam mit dem Wirtschaftsclub und unseren sechs Arbeitskreisen über 100 interne und öffentliche Veranstaltungen im Jahr. Dabei geht die Bandbreite von Vorträgen über Besichtigungen, Konferenzen bis hin zur Entwicklung einer Zukunftsstudie für das Jahr 2020.
Im Superwahljahr 2009 ist es Ziel der Wirtschaftsjunioren, bekannter und politischer zu werden. Als Sprachrohr der jungen, deutschen Wirtschaft stellen wir unsere Forderungen an die Politik, wollen uns aber auch in die gesellschaftliche Debatte einbringen. Gerade in Zeiten einer weltweiten Wirtschaftskrise müssen wir uns für das Unternehmertum stark machen, denn unsere Unternehmen gehören überwiegend dem Mittelstand und damit zum Rückgrat der deutschen Wirtschaft.

Was genau ist die Zukunftsstudie?

Anke Zillmann: Als Wirtschaftsjunioren haben wir uns auf Bundesebene gefragt, wie wird Deutschland 2020 aussehen und wie könnte sich die Gesellschaft verändern? Im Jahr 2008 entstand darauf ein Projekt, dass durch unser Junioren-Mitglied Christoph Plass (Vorsitzender des Zukunftsforums im Bundesvorstand der Wirtschafsjunioren und Vorstand der UNITY AG) initiiert und geleitet wurde. Auf Basis wissenschaftlicher Daten haben wir unterschiedliche Szenarien für Deutschland im Jahr 2020 entwickelt. Diese Szenarien und deren Auswirkungen betreffen die Bereiche Politik, Ökonomie und Umwelt gleichermaßen.
Aufbauend auf dieser Szenario -Studie haben wir für unseren Verband, die Wirtschaftsjunioren Deutschland, ein Programm für die nächsten Jahre definiert, das auf den sich ergebenden strategischen Erfolgspositionen basiert. Jede einzelne Position wurde unter dem Leitgedanken „Unternehmen Zukunft – Wir als die junge deutsche Wirtschaft gestalten unser Land“ entwickelt, so dass unsere Ziele und Werte in der Öffentlichkeit optimal repräsentiert werden. Denn eines ist klar: Um die Ziele des Verbandes zu erreichen, müssen wir Wirtschaftsjunioren Trends frühzeitig erkennen und eine überzeugende Antwort darauf entwickeln. Mit unseren strategischen Erfolgsrezepten sind wir bestens dafür gerüstet. Denn wir wollen nicht nur reagieren, sondern selbst Akzente setzen.

Was ist ein zentrales Thema der Zukunftsstudie?

Anke Zillmann: Wir fordern von der Politik ihren Einsatz für die Zukunft Deutschlands. Besonders dringenden Handlungsbedarf sehen wir beim Thema Bildung und fordern eine Reform des Bildungssystems mit einer Richtlinienkompetenz der Bundesregierung in Bildungsfragen. Schließlich ist Bildung unser wichtigstes Kapital und das zentrale Thema bei der Gestaltung der Zukunft. Als Wirtschaftsjunioren fordern wir nicht nur, sondern setzen uns auch aktiv ein. Mit Projekten wie der Wirtschaftjunioren-Akademie und Partnerschaften zwischen Unternehmen und Schule, engagieren wir uns seit Jahren für eine intensivere Kommunikation zwischen Schule und Wirtschaft. Nach der Bundestagswahl setzen wir große Hoffnung in die neue Regierung, dass in dieser Richtung verbesserte Bedingungen geschaffen werden.

Was möchten Sie in der verbleibenden Amtszeit bis März 2010 noch erreichen?

Anke Zillmann: Ich möchte noch weitere Unternehmer und Führungskräfte für die Arbeit der Wirtschaftsjunioren begeistern. Je mehr aktive Mitglieder wir haben, desto besser ist unsere Wahrnehmung und Umsetzungskraft in der Öffentlichkeit. Zudem sind wir eine Plattform, auf der man interessante Menschen trifft und sehr einfach regionale, überregionale und internationale Kontakte knüpfen kann. Die enge Zusammenarbeit der einzelnen Junioren-Kreise ermöglicht die Organisation von Vorträgen und Diskussionen mit Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft. Das Ziel ist es, die Möglichkeiten des Netzwerkes zu erkennen und zu nutzen. Ich möchte die Leute begeistern an Konferenzen oder Projekten in anderen Regionen teilzunehmen und aktiv etwas zu bewegen.

Welche Hürden müssen Interessenten nehmen, um in den Kreis der Wirtschaftsjunioren aufgenommen zu werden?

Anke Zillmann: Ich würde nicht von Hürden sprechen, denn generell können alle Unternehmer und Führungskräfte den Wirtschaftsjunioren beitreten. Aber nicht nur Unternehmer haben die Möglichkeit sich bei den Wirtschaftsjunioren aktiv zu engagieren. Auch Studenten, die eine Führungsposition oder Selbständigkeit anstreben, bieten wir diese Möglichkeit mit unserer speziellen Studentenmitgliedschaft. Jeder hat die Chance sich auf eine Interessentenliste setzen zu lassen. Der Interessent erhält dann ein halbes Jahr lang Einladungen zu all unseren Veranstaltungen. So kann er in Ruhe schnuppern, ob ihm das Umfeld und die Arbeit gefallen.

(Redaktion)


 


 

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