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Kopfhörer im Straßenverkehr: Das kann teuer werden

Das Handy am Steuer ist tabu. Beim Kopfhörer sieht das anders aus. Aber Vorsicht: Der Knopf im Ohr kann zur Gefahr auf der Straße werden. Bei einem Unfall könnte ein tauber Fahrer schlechte Karten haben, warnen ARAG-Experten – selbst wenn er nicht schuld am Crash ist.

Die Straßenverkehrsordnung schreibt vor, dass das Gehör nicht durch Geräte beeinträchtigt werden darf. Ein Kopfhörer gilt als ein solches Gerät. Bereits ein bisschen zu laut eingestellt beeinträchtigt Musik über einen Hörer die Wahrnehmung. Eine Ordnungswidrigkeit, so die ARAG, jedenfalls wenn es sich um eine „bedeutsame Beeinträchtigung“ handelt. Die Pflicht eines jeden Verkehrsteilnehmers, die gegenseitige Rücksichtnahme, ist dann verletzt. Bußgeld: zehn Euro.

Stärke der Beeinträchtigung vor Gericht wichtig

Ob die Schwelle zu einer bedeutsamen Beeinträchtigung tatsächlich überschritten wird, ist eine Frage des jeweiligen Einzelfalls. Kommt es zu einem Unfall, kann dagegen der Frage, ob eine Beeinträchtigung des Gehörs vorlag, erhebliche Bedeutung zukommen – vor allem, wenn die Beteiligten vor Gericht wieder sehen.

Versicherung könnte Kopfhörer-Träger böse überraschen

Selbst dann, wenn das Verschulden klar bei der Gegenseite liegt, wird diese versuchen, bei demjenigen, der während des Unfalls einen Kopfhörer trug, ein Mitverschulden zu konstruieren. Im Übrigen ist nicht auszuschließen, dass die Haftpflichtversicherung desjenigen, der während eines Unfalls einen Kopfhörer trug, ihre Einstandspflicht aufgrund einer grob fahrlässigen Schadensherbeiführung entsprechend zu kürzen versucht.

(Redaktion)


 


 

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