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Arbeitslosigkeit geht weiter zurück - Abnahme in allen Regionen von NRW

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit schwächt sich langsam ab. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mitteilte, sank die Zahl der Arbeitslosen im Mai gegenüber dem Vormonat zwar um 131 000 auf 3,283 Millionen, jedoch fiel die Abnahme geringer aus als erwartet. Saisonbereinigt errechnet sich für den Mai sogar eine leichte Zunahme der Arbeitslosenzahlen um 4000. Gleichwohl ist dies der niedrigste Stand seit Juni 1993. Die Quote reduzierte sich um 0,3 Punkte auf 7,8 Prozent.

Auch in Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Arbeitslosen weiter gesunken. Ende Mai waren nach Angaben der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit 767 050 Frauen und Männer als erwerbslos gemeldet, das waren zwei Prozent weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote habe sich im Vergleich zum April um 0,1 Punkte auf 8,6 Prozent verringert. Gegenüber Mai 2007 sei die Arbeitslosigkeit in NRW um 11,5 Prozent zurückgegangen.

Die Jugendarbeitslosigkeit erreichte den Angaben zufolge den niedrigsten Stand in einem Mai seit 1995. Ende des Monats seien 69 140 Personen unter 25 Jahren ohne Job gemeldet gewesen. Auch die Entwicklung der Langzeitarbeitslosigkeit folge dem positiven Trend. Mit 340 600 Personen, die bereits ein Jahr und länger vergeblich den Wiedereinstieg in eine Beschäftigung suchen, habe die Langzeitarbeitslosigkeit um schätzungsweise 69 800 niedriger als vor einem Jahr gelegen. Trotzdem sei der Anteil der Langzeitarbeitslosen an der Gesamtarbeitslosigkeit mit gut 44 Prozent «bedrückend hoch», hieß es weiter.

Insgesamt sei in allen NRW-Regionen die Arbeitslosigkeit gesunken. Der Rückgang im Ruhrgebiet sei mit 1,8 Prozent nur unwesentlich schwächer als in Ostwestfalen mit minus 2,2 Prozent und im Münsterland mit minus 2,1 Prozent gewesen. Der Agenturbezirk Coesfeld/Borken weist den Angaben zufolge mit 4,3 Prozent die niedrigste, Dortmund und Gelsenkirchen weisen mit 13,4 Prozent die höchste Arbeitslosenquote auf.

Ende März 2008 habe es landesweit gut 5,78 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte gegeben. Dies waren knapp 134 000 Personen mehr als vor einem Jahr und mittlerweile mehr als eine Viertelmillion über den Stand von März 2006, dem Ausgangspunkt der aktuellen konjunkturellen Belebung. Im gleichen Zeitraum sei die Arbeitslosenzahl um 291 500 gesunken.

Zuversicht für die weitere Entwicklung des Arbeitsmarktes äußerte Christiane Schönefeld, Chefin der NRW-Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit. «Die Aufwärtsentwicklung ist stabil und wird auch in den kommenden Monaten anhalten», sagte sie.

Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sagte, der wirtschaftliche Aufschwung habe auch den Ausbildungsmarkt erreicht. Das Jahr 2007 sei mit 132 000 abgeschlossenen Lehrverträgen das erfolgreichste Ausbildungsjahr seit 1991 gewesen. Im Vergleich zum Ausbildungsjahr 2006 sei dies eine Steigerung um über 14 Prozent gewesen. Das NRW-Arbeitsministerium fördert laut Laumann Ausbildungsprogramme und ausbildungsvorbereitende Maßnahmen in diesem Jahr mit insgesamt 64,5 Millionen Euro.

(Redaktion)


 


 

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