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„Minijob hat Klebeeffekt“

In der Stadt Gütersloh gingen im Jahr 2012 10,8 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner einer geringfügigen Beschäftigung nach. Von den in Deutschland berufstätigen Frauen arbeiten 19,3 Prozent ausschließlich als Minijobberinnen. In NRW sind es 23,6 Prozent. Der Kreis Gütersloh liegt mit 24,5 Prozent der berufstätigen Frauen, die ausschließlich in Minijobs tätig sind, knapp über dem Landesdurchschnitt.

In der Stadt Gütersloh gingen im Jahr 2012 10,8 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner einer geringfügigen Beschäftigung nach. Von den in Deutschland berufstätigen Frauen arbeiten 19,3 Prozent ausschließlich als Minijobberinnen. In NRW sind es 23,6 Prozent. Der Kreis Gütersloh liegt mit 24,5 Prozent der berufstätigen Frauen, die ausschließlich in Minijobs tätig sind, knapp über dem Landesdurchschnitt.


Vor allem Familienfrauen entscheiden sich für einen Minijob, um Beruf und Familie vereinbaren zu können. Die Gefahr dabei ist, dass in vielen Fällen Minijobs über einen „Klebeeffekt“ verfügen: Wer einmal im Minijob arbeitet, bleibt haften. Mütter, die ihre Berufsrückkehr mit einem Minijob starten, erhalten danach mehrheitlich keine sozialversicherten Arbeitsplätze mehr. „Ich wünsche mir, dass viele Frauen nur kurzfristig diese sogenannte kleine Teilzeit ausüben und eine sozialversicherungspflichtige und eigenständige Existenzsicherung nicht aus den Augen verlieren. Weiterhin setzte ich auf eine Recht auf befristete Teilzeit und auf eine familienfreundliche Arbeitskultur“, so die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gütersloh Inge Trame.


Geringe Aufstiegschancen und geringe Bezahlung seien häufig mit dieser Art der Erwerbstätigkeit verbunden. Minijobs gelten als Motor des Niedriglohnsektors. Trame: „Drei Viertel der Beschäftigten in diesem Bereich verdienen zur Zeit weniger als 8,50 Euro pro Stunde und können keine existenzsichernde Rente aufbauen.“ Gerade in der Ferien- und Urlaubszeit seien Minijobs attraktiv und für Studierende, Rentnerinnen und Rentner durchaus sinnvoll, aber nicht für alle Personen eine gute Möglichkeit. „Ein Minijob ist in vielen Fällen nicht empfehlenswert, da hier nur geringe Beiträge für die Rente erzielt werden“, darauf weist die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gütersloh Inge Trame hin. 


Die Minijob-Broschüre „Da ist mehr für sie drin!“, die aktuell vom Emanzipationsministerium und der Landesarbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten in Nordrhein-Westfalen herausgegeben wird, informiert über die Rechte und Pflichten von Minijobberinnen und Minijobbern und deren Arbeitgebern. Die Broschüre hilft, sich im Dickicht der Unsicherheiten und Fragen besser zurechtzufinden und bietet eine erste umfassende und verständliche Orientierungshilfe. Die Broschüre ist kostenlos im Rathaus der Stadt Gütersloh erhältlich und im Internet unter www.gleichstellungsstelle.guetersloh.de zu finden.

(Redaktion)


 


 

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