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Im Atomstreit mit Areva: Siemens bindet sich weiter an Russland

Der Technologiekonzern Siemens hält an seinem geplanten Bündnis mit der russischen Rosatom fest – und ignoriert dabei die Proteste von Areva. Das französische Unternehmen sieht seine Verträge mit Siemens durch die Russland-Pläne verletzt.

„Wir haben im vergangenen Jahr angekündigt, eine neue Partnerschaft einzugehen. Diese Neuausrichtung ist in Gang und weiterhin unser Ziel“, erklärte der Siemens-Vorstandsvorsitzende Peter Löscher. Nach wie vor ist Siemens mit den Franzosen allerdings in einem gemeinsamen Konzern zum Bau von Atomkraftwerken verbunden. Areva NP war bereits im Jahr 2001 als deutsch-französischer Konzern gegründet worden. Eine Klausel im Aktionärspakt schreibt allerdings fest, dass sich Areva und Siemens bei der Atomtechnologie keine Konkurrenz machen dürfen – diese Klausel gilt prinzipiell bis 2020.

Schon Ende des Jahres 2009 begann Siemens jedoch damit, sich von Areva zu lösen. In einem Schiedsverfahren hatte das französische Staatsunternehmen erreicht, dass Siemens Einschränkungen auferlegt wurde. Areva argumentiert, dass Siemens durch die Zusammenarbeit mit Rosatom in direkte Konkurrenz seinem alten Bündnispartner tritt. Zuletzt waren zudem Zweifel aufgekommen, ob Siemens sich noch mit Roasatom auf ein Joint-Venture zum Bau von Kernreaktoren einigen kann, da sich die entsprechenden Verhandlungen nun bereits ein Jahr in die Länge ziehen. Löscher hatte die Gemeinschaftsfirma ursprünglich bereits im vergangenen Jahr gründen wollen.

(Redaktion)


 


 

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