Sie sind hier: Startseite Ostwestfalen-Lippe Aktuell News
Weitere Artikel
Arbeitsmarkt

Arrmut trotz Arbeit immer verbreiteter

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wandelt sich der Arbeitsmarkt immer schneller. Während vor zehn Jahren noch 72,2 Prozent der Beschäftigten über eine unbefristete Arbeit mit einer üblichen Wochenstundenzahl verfügten, sank der Wert nun auf 66 Prozent. Sogenannte "atypische" Beschäftigungen wie Leiharbeit erreichten hingegen mit 22,2 Prozent ein neues Hoch.

Besonders besorgniserregend ist, dass fast jeder zweite atypisch Beschäftigte einen Bruttostundenlohn unter der Niedriglohngrenze erhält. Diese bemisst sich am Mittelwert aller Löhne und lag im Jahr 2006 bei 9,85 Euro. Befristet Beschäftigte haben immerhin noch ein Niedriglohnrisiko von 36 Prozent. Auch die Zeitarbeit  war häufig mit einem Niedriglohn verbunden (67,2 Prozent). Bei Normalverdienern liegt das Risiko nur bei elf Prozent.

Obwohl ein niederiger Lohn nicht zwingend mit Armut gleichzusetzen ist - Haushaltsgröße und staatliche Transferleistungen spielen hier noch eine Rolle - sind atypisch Beschäftigte nach EU-Definition deutlich armutsgefährderter (14, 2 Prozent) als Personen in einem normalen Arbeitsverhältnis (3,2 Prozent). Insgesamt waren 2008 in Deutschland 6,2 Prozent aller Erwerbstätigten armutsgefährdet.


(Redaktion)


 


 

Niedriglohn
zeitarbeit
leiharbeit
befristet
unbefristet
normalbeschäftigte
atypisch beschäftigte
arm

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Niedriglohn" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: