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Online-Ausbildungsumfrage der IHK Lippe

88% der lippischen Unternehmen konnten 2011 alle Ausbildungsplätze besetzen

Die Herausforderung der demografischen Entwicklung in Lippe wurde 2011 von der lippischen Wirtschaft angenommen und gemeistert. Dies belegt eine Online-Umfrage der Industrie- und Handels-kammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe) bei den lippischen Ausbildungsbetrieben.

Neben den klassischen Anzeigen in den Printmedien nutzten die Unternehmen Direktwerbung an den Schulen und die Präsenz auf Ausbildungsmessen für die Gewinnung von Auszubildenden. Bei der Ansprache von potenziellen Bewerbern gewinnt das Internet immer mehr an Bedeutung. 97% der Unternehmen, die das Internet für das Recruiting nutzen und alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen konnten, schalten eine Stellenanzeige auf der Unternehmenshomepage. 41% sind in Online-Börsen, wie z.B. der IHK-Lehrstellenbörse präsent und 17% nutzen Social Media für die Ansprache der zukünftigen Fachkräfte.

"Dass die in 2011 gewählten Rekrutierungswege erfolgreich waren, belegt die Zahl der Unternehmen, die keine rückläufigen Bewerberzahlen verzeichnen. 60% der teilnehmenden Unternehmen registrierten keinen Rückgang an Bewerbern. Das sind 10% mehr als noch 2010", so IHK-Geschäftsführer Michael Wennemann. Defizite gibt es nach wie vor bei der Ausbildungsreife der Bewerber. Mehr als 50% der Unternehmen bemängeln noch immer das mündliche und schriftliche Ausdrucksvermögen und die elementaren Rechenfertigkeiten. Viele Unternehmen (50%) greifen auf ein eigenes Nachhilfeangebot zurück, 45% nutzen die ausbildungsbegleitenden Hilfen der Agentur für Arbeit.

"Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz in einem lippischen Unternehmen sind gut. Ein freundliches 'Guten Tag' kann hier ein weiterer Türöffner sein. Fast 42% der Unternehmen bemängeln nämlich die Umgangsformen der Bewerber", so Wennemann weiter. "Neben den schulischen Basis-Qualifikationen gehören Leistungsbereitschaft, Motivation und gute Umgangsformen als Selbstverständlichkeit einfach dazu. Das sollte jedem Bewerber inzwischen bewusst sein."

Als Zukunftsstrategie, um auf die demografische Entwicklung und das altersbedingte Ausscheiden vieler Mitarbeiter zu reagieren, planen 55% der befragten Unternehmen ihre benötigten Fachkräfte durch betriebliche Weiterbildung zu gewinnen und 40% werden mehr Ausbildungsplätze anbieten.

(Redaktion)


 


 

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