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Statistisches Bundesamt

Ausländische Bevölkerung in Deutschland leicht zurückgegangen

Besonders groß ist der Anteil bei den türkischstämmigen Mitbürgern, was größtenteils auf eine vollzogene Einbürgerung zurückzuführen ist. Dagegen ist der Anteil der Personen aus Osteuropa stark angestiegen, rund drei Viertel aller ausländischen Personen leben bereits so lange hier, dass eine Einbürgerung möglich ist.

Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) weist das Ausländerzentralregister (AZR) insgesamt rund 6,73 Millionen Personen in Deutschland auf, die keinen deutschen Pass besitzen, das sind etwa 0,3 Prozent weniger, als im Jahr 2007. Den stärksten Rückgang in der Statistik ist bei türkischstämmigen Ausländern zu verzeichnen, hier ging die Zahl um 1,5 Prozent zurück, was 25.200 Personen ausmacht, der größte Teil ist hier auf Einbürgerungen zurückzuführen.
Die Anzahl von Bürgern mit Pass eines anderen EU-Mitgliedstaates stieg hingegen um 1 Prozent, was größtenteils an Zuwanderern aus den Ländern Polen, Rumänien und Bulgarien liegt.

Leichter Rückgang der erfassten Personen

Innerhalb des Jahres 2008 sind etwas mehr als 400.000 Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit nach Deutschland zugezogen oder hier geboren, etwas mehr als 300.000 haben das Land verlassen oder sind verstorben, 112900 sind aus anderen Gründen, wie einer Einbürgerung, aus dem Register gestrichen worden.

Großteil mit europäischem Pass

Rund 5,36 Millionen oder 80% aller ausländischen Personen in Deutschland hatten am Jahresende 2008 einen europäischen Pass: Bei 35% (2,36 Millionen) war das ein Pass der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union, weitere 29% (1,97 Millionen) der ausländischen Bevölkerung waren Staatsangehörige aus einem der drei Kandidatenländer der Europäischen Union (Türkei, Kroatien und Mazedonien) und nochmals 15% (1,03 Millionen) aus anderen europäischen Ländern. 12% kamen aus Asien, 4% aus Afrika, 3% aus Amerika und 1% hatten keine oder eine ungeklärte Staatsangehörigkeit.

Fast alle Staaten der Vereinten Nationen vertreten

Betrachtet man die Staatsangehörigkeiten der hier lebenden Ausländer genauer, so ist der Anteil der Menschen mit einem türkischen Pass mit 25 Prozent deutlich am größten, gefolgt von Italien mit acht Prozent und Polen mit sechs Prozent, insgesamt sind 188 der 192 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen in Deutschland vertreten.

Knapp drei Viertel erfüllen Voraussetzung für Einbürgerung

Durchschnittlich hielten sich die Ausländer in Deutschland im Jahr 2008 seit 18,2 Jahren in de Bundesrepublik auf, über ein Drittel von ihnen sogar seit mehr als 20 Jahren, fast drei Viertel leben bereits seit mindestens acht Jahren hier und erfüllen so die Vorraussetzungen für eine Einbürgerung.

Durchschnittsalter leicht gestiegen

Das Durchschnittsalter lag bei 37,9 Jahren und ist so im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Jahre gestiegen, was vor allem eine Folge des Optionsmodells aus dem Jahr 2000 ist, wonach Kinder, welche in Deutschland geboren werden, mehrheitlich auch dann als Deutsche geboren werden, wenn beide Elternteile keine deutsche Staatsbürger sind. Dies lässt sich auch im Ausländerzentralregister ablesen: Im Berichtsjahr 2005 waren dort knapp 521 300 ausländische Kinder unter zehn Jahren registriert, im Jahr 2008 waren es nur noch 356 400.

Nur dauerhaft in Deutschland lebende erfasst

Insgesamt sind knapp 20 Prozent aller im Ausländerregister geführten Personen in Deutschland geboren, was 1,33 Millionen Menschen entspricht. In dem Register erfasst sind nur Personen, die sich nicht nur vorübergehend in Deutschland aufhalten.

(Redaktion)


 


 

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