Sie sind hier: Startseite Ostwestfalen-Lippe Aktuell News
Weitere Artikel
Fahrgastverbände

Bedenken gegen Alkoholverbot in der Bahn

In der Diskussion um ein Alkoholverbot im Bahnverkehr widersprechen die Fahrgastverbände dem Vorstoß der Gewerkschaft der Polizei (GdP).

Ein Sprecher von Pro Bahn sagte der «Frankfurter Rundschau» (Dienstagausgabe) laut Vorabbericht: «Vom Bauch her sind wir für ein Alkoholverbot.» Allerdings vergraule man damit auch viele erwünschte Fahrgäste. Außerdem sei ein Verbot nur extrem schwierig durchzusetzen.

Im Bahnverbund Berlin-Brandenburg sei Alkohol bereits verboten, doch das Verbot verpuffe wirkungslos, weil es nicht genug kontrolliert werde, sagte der Sprecher. Pro Bahn schlage deshalb vor, Fußballfans mit Sonderzügen ins Stadion und zurück zu bringen. Alternativ könne man die Züge auch von Polizisten begleiten lassen. «Das müssen dann aber die Vereine bezahlen», forderte der Sprecher.

Auch der Fahrgastverband Allianz pro Schiene wandte sich gegen ein allgemeines Alkoholverbot. Dadurch lasse sich das Gewaltproblem nicht lösen, sagte eine Sprecherin dem Blatt. Wichtiger sei es, mehr Personal in den Zügen einzusetzen. Viele Zugbegleiter seien überfordert und hätten Angst. Unter solchen Bedingungen ein Alkoholverbot durchsetzen zu wollen, sei utopisch. Außerdem dürfe man die Schaffner nicht zu einer «Gesinnungspolizei» machen.

(Redaktion)


 


 

Pro Bahn
Allianz pro Schiene
Alkoholverbot
Sprecher
Verbot
Züge

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Pro Bahn" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: