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Neue Studienorte ausbauen, wissenschaftlichen Nachwuchs fördern

Die Präsidien der Hochschule OWL und der FH Bielefeld trafen sich in Lemgo zum Meinungs- und Erfahrungsaustausch.

Gemeinsam die Lage besprechen, aber getrennt marschieren. So könnte man den Informationsaustausch definieren, zu dem sich die Präsidien der Hochschule Ostwestfalen-Lippe und der Fachhochschule Bielefeld regelmäßig in lockerer Folge treffen. Jetzt, zum Beginn des Wintersemesters, gab es wieder eine Reihe von Themen, deren Erörterung für beide Partner wichtig ist, um sich in OWL zu positionieren: der Ausbau der Studienorte, die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und die Weiterentwicklung der gemeinsamen Internetplattform "transfer-owl.de". Treffpunkt war der Campus in Lemgo.

Prof.'in Dr. Beate Rennen-Allhoff, Präsidentin der FH Bielefeld, und ihr Kollege im Amt, Prof. Tilmann Fischer von der gastgebenden Hochschule OWL, sahen sich wegen der sehr guten Einschreibzahlen gestärkt in der Annahme, dass das Studienangebot der beiden maßgeblichen Fachhochschulen in OWL mit zusammen über 12.000 Studenten "sowohl bezogen auf die Interessenlage der jungen Leute als auch die Anforderungen des Arbeitsmarktes genau passt und Perspektive hat".

Neuen Studienorten Aufmerksamkeit schenken

Konkret gehe es jetzt darum, den neuen Studienorten Aufmerksamkeit zu schenken. Die Bielefelder bauen in Minden ihren Studienort aus, in Gütersloh wird ein zusätzlicher aufgebaut. Und die Hochschule OWL hat in Warburg den Studienstart gewagt. Mit guter Resonanz und dem selbst gestellten Auftrag, die Studienbedingungen vor Ort weiter zu verbessern.

Einig sind sich die beiden Hochschulleitungen, dass für die so genannten "kooperativen Promotionen" intensiver geworben werden soll. Hierbei geht es um die Chancen des FH-Nachwuchses, sich akademisch weiter qualifizieren zu können. Dies geht nur in Kooperation mit einer Universität. Man möchte zu einer "strukturierten Form der Zusammenarbeit kommen", etwa standardisierte Kooperationsverträge mit Universitäten abschließen, auf die sich die Absolventen der Master-Studiengänge beziehen können.

Gemeinsamer Internet-Auftritt

Der gemeinsame Internet-Auftritt der Hochschulen soll weiterentwickelt werden. "Transfer-owl.de" heißt er. Ein umfassendes Angebot an Forschungsleistungen wird hier dokumentiert, und Wirtschaft und Industrie werden zum Mitmachen eingeladen. Der Auftritt soll alsbald überarbeitet und für die anderen Hochschul-Partner in OWL erweitert werden. Beide Hochschulen sehen in "transfer-owl.de" die zukünftige Marke für eine zentrale Transferplattform in OWL.

"Erhebliche Bedenken" äußern die Präsidien gegen das neue Berechnungsverfahren, mit dem das NRW-Innovationsministerium die Hochschulen zur freiwilligen Erweiterung der Aufnahmekapazität bewegen möchte. Im neuen "Hochschulpakt II" entbehre die Berechnungsgrundlage der Seriosität. "Wir bilden zum großen Teil in Naturwissenschaft und Technik aus. Hier sind die Studienplätze weitaus kostenintensiver als in den reinen Buchwissenschaften, die dem Rechenwerk zugrunde gelegt wurden." Das Ministerium müsse auf jeden Fall nachbessern.

Kritik aus beiden Hochschulen wird gleichfalls laut, wenn es um die Finanzierung von eingeworbenen Forschungsprojekten geht. Beide Hochschulen sind ausgewiesen aktiv auf dem Forschungssektor. "Wenn die Hochschule OWL, wie geschehen, vier Millionen Euro einwirbt, die Projekte selber aber mit 700.000 Euro Eigenmittel mitfördern soll, dann stoßen wir deutlich an unsere finanziellen Grenzen.", so Prof. Fischer.

Aus Düsseldorf erwartet man also Unterstützung. Denn die aktuellen Erfolge der OWL-Fachhochschulen in Lehre und Forschung sollen langfristig Bestand haben. Und dazu braucht man auch eine solide finanzielle Basis.

(Redaktion)


 


 

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