Weitere Artikel
Digitale Dividende

Beirat will zügigen Ausbau des mobilen Internets

Der Beirat bei der Bundesnetzagentur, unter Vorsitz des brandenburgischen Wirtschaftsministers Ulrich Junghanns, hat sich in seiner heutigen Sitzung einstimmig dafür ausgesprochen, dass die Bundesnetzagentur ein Paket von insgesamt 360 Megahertz an Frequenzen vergibt.

Der Beirat begrüßt die im Frühjahr 2010 geplante Versteigerung
und erwartet einen raschen Ausbau des mobilen Internets und anderer
Telekommunikationsdienstleistungen.

Das Votum des Beirates wertet sein Vorsitzender Minister Junghanns *als
Meilenstein für die Versorgung des ländlichen Raums mit schnellem
Internet*. Dies bringe einen Schub für den Ausbau des Breitbandnetzes
und *stärkt damit die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe auch abseits von
Ballungszentren*, betonte der Minister. *Die Politik hat sich die
Tilgung der Weißen Flecken zum Ziel gesetzt. Mit dem heutigen Tag haben
wir dabei einen deutlichen Schritt nach vorn gemacht*, sagte er.

Durch die Umstellung der Rundfunkausstrahlung von analoger auf digitale
Technik wurde ein zusammenhängendes Frequenzband frei und konnte der
Nutzung für drahtlose Telekommunikationsdienste zugeführt werden. Die
besonders begehrten Frequenzen im 800-Megahertz-Bereich, auch als die
Digitale Dividende bezeichnet, ermöglichen mit relativ wenigen
Funkstationen den Netzausbau in ländlichen Regionen, die bis heute auf
schnelles Internet verzichten müssen. Diese so genannten Weißen Flecken
können mit Glasfaserkabel für den Breitbandanschluss nicht
wirtschaftlich erschlossen werden. Die neue mobile Breitbandtechnologie
benötigt außerdem ein ausreichend zusammenhängendes Spektrum, um hohe
Datenmengen transportieren zu können.

Die Präsidentenkammer der Bundesnetzagentur hatte ihrem Beirat, der
sich aus je 16 Mitgliedern des Bundestages und Vertretern der Länder
zusammensetzt, den Entscheidungsentwurf über die Auktions- und
Vergaberegeln zugeleitet. Die Festlegungen und Regelungen zum
Frequenzvergabeverfahren sind nach dem Telekommunikationsgesetz im
Benehmen mit dem Beirat zu treffen.

In seiner heutigen Sitzung hat der Beirat die Bundesnetzagentur
gebeten, die Bedenken wegen etwaiger Wettbewerbsverzerrungen, die die
EU-Kommission bereits im Vorfeld der Entscheidung geäußert hatte,
zurückzuweisen. Der Beirat zeigte sich befremdet über den Versuch der
EU-Kommission, Einfluss auf die Entscheidung zu nehmen, ohne dass dafür
eine Rechtsgrundlage besteht.

(Redaktion)


 


 

Beirat
Bundesnetzagentur
Entscheidung
Internet
Ausbau
Telekommunikationsdienste
Frequenzband
Weiße Flecken
Digitale Dividende

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Beirat" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: