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Studie zu Bielefeld

Bekanntheitsgrad von Bielefeld auf 97 Prozent gestiegen!

Alle (paar) Jahre wieder ... beauftragt die Bielefeld Marketing GmbH das unabhängige Markt- und Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid mit einer Studie zum Bekanntheitsgrad Bielefelds und zu den Assoziationen, die die Deutschen mit der Stadt verbinden. Die Ergebnisse – wenn auch nicht immer hundertprozentig erfreulich – waren jeweils eine punktuelle Bestandsaufnahme der öffentlichen Meinung und bildeten somit letztlich einen wichtigen Baustein für die strategische Arbeit des Stadtmarketings.

Im Januar und Februar 2009 befragte TNS Emnid im Auftrage der Bielefeld Marketing GmbH erneut Bundesbürger aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen (Wirtschaft, Gesundheit, Wissenschaft, Kultur/Sport/Tourismus, Medien, Politik/Verwaltung) zur Metropole OstWestfalenLippes. Mit insgesamt 503 geführten Interviews wurde ein repräsentativer Schnitt sichergestellt. „Insbesondere Auswärtige und Zugezogene vermittelten uns den subjektiven Eindruck, dass nicht nur die Stadt als solche in den vergangenen Jahren gewonnen hat, sondern auch die Außensicht weit besser ist, als angenommen“, begründet Bielefeld Marketing-Geschäftsführer Hans-Rudolf Holtkamp die aktuelle Umfrage.

Aus Holtkamps Sicht absolut erfreulich: die Ergebnisse zum Bekanntheitsgrad Bielefelds. Während im Jahre 2003 noch 41 % der Befragten angaben, die Stadt gar nicht (auch nicht vom Hörensagen) zu kennen, hat sich dieser Wert auf 3 % reduziert. Der Bekanntheitsgrad Bielefelds hat sich somit von 59 % auf 97 % erhöht!

Doch welche Assoziationen haben die Deutschen mit Bielefeld? Was fällt ihnen ein, wenn Sie den Namen Bielefeld hören oder lesen? Was wird mit dem Namen Bielefeld verbunden? Spitzenreiter bei dieser Fragestellung, in dem keine Antworten vorgegeben waren, war und ist nach wie vor der DSC Arminia Bielefeld. 27 % der Befragten fiel spontan der Name des Fußballbundesligisten ein, wobei in einer weitergehenden Frage der Bekanntheitsgrad der Arminen sogar bei 92 % lag.

Starker Wirtschaftsstandort

Dass Bielefeld ein starker Wirtschaftsstandort ist, beweist, dass 22 % die Stadt in Zusammenhang mit verschiedenen Industriezweigen/ Firmen und weitere 11 % mit der Unternehmensgruppe Oetker in Verbindung bringen.

Holtkamp: „Wirklich positiv überrascht hat uns die Nummer drei in diesem Ranking: Universität und Fachhochschulen nannten 13 % der Befragten. Bei der Untersuchung im Jahre 2003 wurde hier nur ein Wert von 3 % erreicht. Ein Trend der sich im laufenden Interview bestätigte: 69 % der Befragten war die Universität Bielefeld ein Begriff.“

Für den einen oder anderen Bielefeld-Skeptiker mag darüber hinaus auch überraschend sein, dass nur 6 % der Befragten mit Bielefeld eher negative Assoziationen (langweilig, nicht schön, ländlich, provinziell) verbinden. Bei einem Gesamtwert von 140 (Mehrfachnennungen waren möglich) eine eher zu vernachlässigende Zahl. Die restlichen Antworten sind als neutral oder eher positiv zu bewerten.

Marken einer Stadt

Persönlichkeiten, Unternehmen und Institutionen sind die Marken einer Stadt, die die „Botschaft“ Bielefeld nach außen tragen. Auch danach hat die Bielefeld Marketing GmbH fragen lassen.

Eindeutig führen im Ranking die Bielefelder Wirtschaftsunternehmen. Namen wie Dr. Oetker (74 %), Seidensticker (50 %), Gildemeister (40 %) und Schüco (40 %) werden mit Bielefeld bei der durch vorgegebene Antworten gestützten Frage in Verbindung gebracht. Ein wenig kurios: Auch das Gütersloher Unternehmen Miele verlagern die Befragten zu 57 % in das Oberzentrum. Auffallend: Obwohl sowohl „Bethel“ als auch „Friedrich von Bodelschwingh“ mit 37 bzw. 36 % stark mit Bielefeld in Verbindung gebracht werden, hat die Aussage „europäische Hauptstadt der Diakonie“ die Zielgruppen mit 11 % nur bedingt erreicht.

Relativ unbekannt ist laut der Studie übrigens noch „Neubürger“ ASIMO mit 2 %, während die (Ex)-Bielefelder Ingolf Lück, Ingo Oschmann und Niklas Luhmann immerhin noch zweistellige Werte erreichten.

Stadt mit Fußballbundesliga-Mannschaft, überschaubare Großstadt, Stadt am Teutoburger Wald und Metropole OstWestfalenLippes sind laut TNS Emnid die prägnantesten Merkmale und Eigenschaften Bielefelds, die die Befragten mit ihr in Verbindung bringen. Holtkamp: „Bewusst haben wir bei dieser gestützten Fragestellung nur neutrale oder eher positiv besetzte Themen vorgegeben. Dass nur 3 % der Befragten mit keiner der insgesamt 14 Aussagen etwas anfangen konnten, bestätigt, dass Bielefeld alles andere als eine Stadt ohne Profil ist!“

„... und sehen wir uns nicht in dieser Welt, dann sehen wir uns in Bielefeld“

In Stadtmarketing-Kreisen immer ein viel und heiß diskutiertes Thema: Der Sinn und die Wirkung von Slogans, Claims oder sonstigen höchst einprägsamen Aussagen oder Sprüchen. Erstmals hat die Bielefeld Marketing GmbH daher den Bekanntheitsgrad von drei Aussagen getestet, wobei zur Zeit keine offizielle Wortmarke verwandt wird. Mit einem Wert von 49 % schnitt dabei die Aussage „... und sehen wir uns nicht in dieser Welt, dann sehen wir uns in Bielefeld“, die ihren Ursprung wohl in einem Lied von Udo Lindenberg hat, mit großem Vorsprung als Spitzenreiter ab.

Der insbesondere in den 1980er-Jahren verwendete offizielle Stadtslogan „die freundliche Stadt am Teutoburger Wald“ ist noch 24 % der Befragten bekannt. „Bielefeld gibt es nicht“ aus der sogenannten Bielefeld-Verschwörung hat immerhin noch einen Bekanntheitsgrad von 7 %.

Zum Abschluss wurden die Interviewten gefragten, ob und warum sie schon einmal Bielefeld besucht haben. Danach kennen 47 % die Stadt aus eigener Erfahrung. Die Besuchsgründe waren vielfältig, neben der klassischen Geschäftsreise (incl. Tagungen/Kongresse/Fortbildungsveranstaltungen = 29 %) waren die Gründe insbesondere im privaten/familiären Umfeld zu suchen.

Zusammenfassend stellt Holtkamp fest, dass Bielefeld weitaus sympathischer und positiver wahrgenommen wird, als oftmals in der Stadt selbst vermutet: „Natürlich haben wir als noch relativ junge Großstadt nach wie vor ein Imagedefizit, das ist nicht wegzudiskutieren. Daran gilt es mit allen in der und für die Stadt Verantwortlichen zu arbeiten. Hier sind insbesondere auch Verwaltung und Politik gefragt, denn wirksames und effizientes Stadtmarketing ist nur mit den Pfunden möglich, die auch vorhanden sind. Die aus der Studie erkennbaren Trends zeigen aber, dass etwas in Bewegung gekommen ist.“

(Redaktion)


 


 

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