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  • 27.04.2010, 10:15 Uhr
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Bertelsmann Stiftung

Soziale Marktwirtschaft half Deutschland durch die Krise

Emering Markets

Am erfolgreichsten bei der Bewältigung der Krise erwiesen sich die Schwellenländer. Die Studie zeigt, wie die so genannten Emerging Markets konsequent ihre Lehren aus vorangegangenen Krisen wie der Asienkrise des Jahre 1997/98 gezogen haben. Sie konsolidierten systematisch ihre Haushalte und setzten institutionelle Reformen der Finanzmärkte und des Bankenwesens durch. Eine solide Finanzlage gab ihren Regierungen daher im Herbst 2008 ausreichend Handlungsspielraum für Konjunkturmaßnahmen und sorgte so dafür, dass die Staatsverschuldung nicht ausuferte. Die regulierten Finanzmärkte waren größtenteils schockresistenter und die Banken hielten kaum toxische Papiere.  „Als Folge konnten sich die Schwellenländer inzwischen im internationalen Wettbewerb einen strategischen Vorteil erarbeiten“, erläutert Sabine Donner, Projektleiterin der Bertelsmann Stiftung. Im Jahr zwei nach dem Ausbruch der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise sind es aufstrebende Volkswirtschaften wie China, Indien oder Brasilien, die derzeit die Weltkonjunktur beleben und sich in wichtigen Parametern von den etablierten westlichen Industrienationen unterscheiden: durch solide Wachstumszahlen, geringe Schulden, eine sich erholende Binnenkonjunktur und ein stabiles Banken- und Finanzsystem. Die Folgen der Krise unterstreichen daher den Aufstieg einer Reihe von großen Schwellenländern und den relativen Niedergang westlicher Ökonomien.

Gemeinsamkeiten

In der Analyse des nationalen und internationalen Krisenmanagements offenbaren sich in der Studie zahlreiche Gemeinsamkeiten. Obwohl es in den einzelnen Ländern große Unterschiede hinsichtlich der Krisenwahrnehmung und den konkreten Auswirkungen auf die einzelnen Volkswirtschaften gab, wurde nie zuvor weltweit schneller, pragmatischer und umfassender auf eine globale Rezession reagiert. Sobald die potenziell verheerenden Folgen der Krise erkannt wurden, schwand in allen Ländern der Widerstand gegen kurzfristige Notmaßnahmen und einen fiskalischen Expansionskurs. Das nationale Krisenmanagement rückte in der hier untersuchten ersten Phase der Krise (September 2008 bis September 2009) in den Mittelpunkt.


 


 

Dr. Gunter Thielen
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Sabine Donner
Dr. Hauke Hartmann
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