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Bielefelder Innenstadt

Besucher loben Erreichbarkeit und Angebot

Wie sieht die Zukunft der deutschen Innenstädte aus? Diese Frage liegt der bundesweit angelegten Untersuchung „Vitale Innenstädte“ zugrunde, die das Kölner Institut für Handelsforschung (IFH) gemeinsam mit den Kooperationspartnern Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland (bcsd), Handelsverband Deutschland (HDE), Galeria Kaufhof, zwölf Industrie- und Handelskammern sowie lokalen Partnern durchgeführt hat. Auch in Bielefeld wurden Besucher der Innenstadt zu Themen wie Shopping-Angebot, Stadtbild und Einkaufsverhalten befragt.

Als lokaler Partner des IFH führte die Bielefeld Marketing GmbH die Untersuchung durch, an der in Bielefeld mehr als 1.000 Menschen teilnahmen. Gemeinsam mit dem Handelsverband Ostwestfalen-Lippe wurden die Ergebnisse jetzt in Bielefeld vorgestellt.

An zwei Tagen Ende September 2014 wurde die repräsentative Straßenumfrage in bundesweit 62 Städten durchgeführt. Auch in der Bielefelder Innenstadt wurden Passanten gebeten, der Innenstadt in bestimmten Kategorien Schulnoten von 1 bis 6 zu geben. Besonders positiv schnitt Bielefeld bei der Frage nach der Erreichbarkeit der City ab. Hier erhielt die Innenstadt die Durchschnittsnote 1,8 und liegt damit besser als der Durchschnitt aller Teilnehmerstädte (2,1). Auch bei den Bewertungen der Angebotsvielfalt des Handels (2,4) und des Gastronomieangebots (2,3) liegt Bielefeld besser als der Bundesschnitt (2,7 bzw. 2,5). Unter dem Schnitt liegt Bielefeld dagegen bei den Benotungen der „Gestaltung der Innenstadt“ (3,0; Bundeschnitt: 2,6) oder „Attraktivität“ (2,9; Bundesschnitt: 2,7). Auch zum Einkaufsverhalten gibt es interessante Daten: 45 Prozent der Innenstadtbesucher gaben an, sich länger als zwei Stunden in der City aufzuhalten, 68 Prozent wollten mehr als drei Geschäfte aufsuchen. Am häufigsten gefragt waren die Angebotssortimente „Bekleidung/Fashion“, „Lebensmittel/Getränke“ und „Kosmetik/ Drogerie/Gesundheit“. 48 Prozent der Befragten gaben außerdem an, mindestens einmal im Monat Produkte im Internet zu kaufen, 30 Prozent tun dies nur einmal im Jahr oder seltener. 25 Prozent erklärten, aufgrund des Online-Angebots seltener in die Innenstadt zu gehen, 48 Prozent sahen keine Änderungen in ihrem Verhalten.

„Wir haben die Chance zur Teilnahme genutzt, um bei dieser bundesweiten Untersuchung auch verlässliche Daten zur Bielefelder Innenstadt zu erhalten“, sagt Martin Knabenreich, Geschäftsführer der Bielefeld Marketing GmbH. Die Stärken der Bielefelder Innenstadt und ihrem Einzelhandel sind dabei bestätigt worden, sagt Thomas Kunz, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Ostwestfalen-Lippe. „Die Daten zeigen, dass die Stadt mit ihrer guten Erreichbarkeit eine der wichtigsten Bedürfnisse auch angesichts des demographischen Wandels erfüllt. Die Angebotsvielfalt des Handels und das gute Gastronomieangebot sorgen dafür, dass sich die Menschen lange und gern in der Innenstadt aufhalten“, so Kunz.

Zugleich gebe es in der Wahrnehmung des Stadtbildes noch Luft nach oben. „Hier ist es wichtig zu betonen, dass sich in der Innenstadt gerade viel bewegt“, erklärt Martin Knabenreich. Der anstehende Neubau des ECE-Shoppingcenters sei der nächste Schritt in einem Wandlungsprozess. Auch an anderer Stelle im Zentrum bewege sich viel. Als Beispiele nennt Knabenreich den sanierten Kesselbrink, die Neugestaltung des Neumarkts samt Hotelbau oder auch die Pläne zur Zukunft der alten Stadtbibliothek. „Maßgeblich ist, dass Handel, Politik und Verwaltung in ihren gemeinsamen Bemühungen, Strategien zur dauerhaften Attraktivitätssicherung des Standorts Bielefeld weiterzuentwickeln, nicht nachlassen“, betont Thomas Kunz.

(Redaktion)


 


 

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