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Billigflieger gewinnen in der Krise

Während die Luftfahrtbranche insgesamt hart von der globalen Krise getroffen wird, können die großen Billigairlines weiter punkten. Die beiden angelsächsischen Marktführer meldeten für das zweite Quartal 2009 Gewinne und steigende Passagierzahlen, während der Flugverkehr weltweit im laufenden Jahr um etwa 15 Prozent einbrechen könnte, wie das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) berichtet.

Damit droht den Airlines insgesamt ein Verlust von bis zu 6,5 Milliarden Euro, fürchtet der Verband IATA. In schwere Turbulenzen geraten sind die Liniengesellschaften mit vielen Geschäftskunden, die nun auf die Touristenklasse umsteigen oder lieber gleich Videokonferenzen nutzen. Während die Lufthansa vielleicht noch mit einer roten Null davon kommt, sieht es für British Airways, die stark auf das Premiumsegment gesetzt hatte, düster aus. Der Grund liegt aber auch in der Stärke der beiden angelsächsischen Low-Cost-Airlines, die zusammen allein von April bis Juni 2009 rund 28 Millionen Passagiere befördern konnten. Während die irische Ryanair für eine Expansion um elf Prozent eine sinkende Marge in Kauf nahm, begnügte sich die britische Easyjet mit einem Plus von drei Prozent bei den Passagieren, konnte aber den Umsatz pro Fluggast steigern.

In Deutschland sind die beiden Billigflieger noch immer schwach vertreten; vor allem die Iren scheuen große Flughäfen und sind daher keine Alternative für Geschäftsreisende. So konnte sich der deutsche Konkurrent Air Berlin mit einem Passagierrückgang von sechs Prozent im ersten Quartal noch ganz passabel schlagen. Durch seine Kombination mit Charter- und Linienverkehr ist die deutsche Nummer 2 aber kein echter Billigflieger und könnte bei einem kommenden Angriff von Ryanair und Easyjet Federn lassen. Beide Linien wollen an ihren Expansionsplänen ohne Abstriche festhalten und bis 2012 etwa 75 neue Jets beschaffen, die dann voraussichtlich auch von größeren Flughäfen eingesetzt werden, wenn es in Memmingen oder Hahn nicht genug Kunden gibt.

(Redaktion)


 


 

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