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Erneuerbare Energien

BIOGAS NORD AG geht auf Konsolidierungskurs

Die BIOGAS NORD AG, Bielefeld, passt sich den veränderten Bedingungen im Markt für Biogasanlagen an und ist auf einen Konsolidierungskurs eingeschwenkt. Im laufenden Jahr wird das Unternehmen ein Kosteneinsparungsprogramm umsetzen und sich neben dem Inland im Zuge seiner Internationalisierungsstrategie auf erfolgreiche Kernmärkte im Ausland konzentrieren. Geplant ist neben zahlreichen Maßnahmen zur Optimierung der Unternehmensprozesse ein sozialverträglicher Personalabbau bis zum Jahresende um rund 15 Prozent.

Wegen der veränderten Rahmenbedingungen belaufen sich die vorläufigen Geschäftszahlen für 2007 auf einem Umsatz von 31,7 (Vorjahr: 28,7) Millionen Euro, einer Gesamtleistung von 25,7 (30,6) Millione Euro und einem EBIT von fast - 4,0 (1,35) Millionen Euro. Somit wurden die ursprünglich gesetzten Ziele nicht erreicht. „Wir haben in 2006 versäumt, unseren Vertrieb richtig zu positionieren", analysiert Gerrit Holz, Vorstandsvorsitzender der BIOGAS NORD AG, das vorläufige Jahresergebnis.

„2008 wird für uns ein Konsolidierungsjahr. Bis zur Jahresmitte werden weitere Verluste von bis zu 3 Millionen Euro auflaufen. Danach wird sich die Lage deutlich entspannen. Für 2008 erwarten wir aufgrund der derzeitigen Lage einen negativen EBIT von ca. 2 Millionen Euro", erklärt Finanzvorstand Matthias Kubat. „Wir setzen derzeit ein eisernes Kostensparprogramm in Bereichen um, die nicht wachstumsrelevant sind. Wenn erforderlich, werden wir auch Kurzarbeit als flankierende Maßnahme einsetzen. Gleichzeitig haben wir in den Aufbau eines strategischen Vertriebs investiert. Darüber hinaus optimieren wir unsere Prozessabläufe in Zusammenarbeit mit branchenerfahrenen Coaches. Das macht uns insgesamt zuversichtlich, in 2009 wieder kräftig zu wachsen und in die Gewinnzone zurückzukehren", so Kubat weiter.

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist auch auf Faktoren zurückzuführen, die gleichermaßen auch den Gesamtmarkt in Deutschland belastet haben. Die anhaltende Diskussion um die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), die Verdoppelung der Substratpreise in den letzten Jahren sowie die derzeitige Diskussion über den Einsatz pflanzlicher Rohstoffe zur Energieerzeugung haben Kunden, Investoren und Banken eine abwartende Haltung einnehmen lassen. Darüber hinaus hat sich die Abwicklung von Aufträgen aus dem Ausland verzögert bzw. bis in dieses Jahr hinein verlagert. „Uns treffen derzeit zwei Faktoren gleichzeitig. Wir müssen auf die Neuregelungen des EEG in Deutschland warten und die Auslandsmärkte befinden sich größtenteils noch im Aufbau. Die Ergebnisbeiträge, die wir dort in 2008 generieren werden, können die zu erwartenden Verluste in Deutschland nicht kompensieren", erläutert Kubat.

„Die Rahmenbedingungen werden sich aber ab 2009 deutlich verbessern, da dann das novellierte EEG in Kraft tritt und damit unseren Kunden eine gesicherte Grundlage für ihre Investitionen in unsere Produkte bietet", sagt der Vorstandsvorsitzende Gerrit Holz. BIOGAS NORD erwartet daher für 2009 deutlich verbesserte Chancen für mehr Wachstum. Im laufenden Jahr wird sich BIOGAS NORD auf diese Entwicklung vorbereiten und die Struktur des Unternehmens entsprechend anpassen. Neben den Maßnahmen zur Konsolidierung und zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit wird BIOGAS NORD die Chancen in den erfolgreichen ausländischen Kernmärkten nutzen. In Europa wird sich das Unternehmen auf Spanien, Italien, England und Polen konzentrieren, ohne jedoch die weiteren Märkte aus dem Auge zu verlieren. So konnten in den vergangenen Wochen gleich mehrere Planungsaufträge aus Spanien entgegen genommen werden. In Italien wurde die Partnerschaft mit einem Unternehmen vor Ort eingegangen. Die ersten Projekte sind dort bereits in der Realisierungsphase.

(Redaktion)


 


 

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