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«Die Krise ist bei uns vorbei»

(ddp) Die Stimmung in der Informationstechnik hellt sich weiter auf.

«Die Krise ist bei uns vorbei», sagte Bitkom-Präsident August Scheer am Donnerstag in Berlin. Der Index zur Lage der Branche habe sich im zweiten Quartal sprunghaft um 13 auf 48 Zähler erhöht und liege damit über dem Vorkrisenniveau. Allerdings schlage sich der wieder gestiegene Mengenabsatz in einigen Segmenten, darunter Telekommunikationsanbieter und Unterhaltungselektronik, wegen des Preisverfalls nicht in den Umsätzen nieder. Insgesamt sei 2010 ein Übergangsjahr, 2011 sei dagegen wieder mit einem Plus von 1,5 Prozent zu rechnen, sagte Scheer. Insgesamt rechnen laut Bitkom 71 Prozent der befragten Unternehmen mit steigenden Umsätzen im laufenden Jahr.

Dabei zeigten sich besonders die Anbieter von IT-Services sowie Software-Dienstleister optimistisch. In der Folge wolle jedes zweite Unternehmen seinen Personalbestand erhöhen. Derzeit fehlten der Branche allerdings bereits rund 20 000 Fachkräfte, was sich auch in den Umsätzen einzelner Betriebe widerspiegele. Daher müssten die entsprechenden Ausbildungen verbessert und mehr Frauen der Einstieg in naturwissenschaftliche und technische Fächer erleichtert werden. Zudem müsse das Thema Einwanderung mehr in den Fokus rücken. Allerdings sollte man «nicht jeden mit offenen Armen willkommen heißen», sondern nur, wer den «Wohlstand vorantreibt».

Zugleich appellierte Scheer für eine wirtschaftsorientierte Hightech-Politik. Derzeit arbeiteten zu viele Ministerien an denselben Themen. Daher forderte er ein einheitliches Konzept. Dabei lobte er Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU), der die bislang umfassendste Einschätzung zur Internet-Politik vorgelegt habe, die von der Bundesregierung zu sehen war. Zur Unterstützung der Branche forderte Scheer zudem einen sogenannten Software-Fonds nach dem Vorbild des Gründer-Fonds. Durch ihn sollen etwa Ausgründungen im Software-Bereich sowie Schritte ins Ausland gefördert werden. Der Bitkom vertritt nach eigenen Angaben mehr als 1300 Unternehmen. In der Branche arbeiteten im vergangenen Jahr rund 846000 Beschäftigte.

(Redaktion)


 


 

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