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Marktkommentar Aktien Helaba

Börsen mit deutlichen Abschlägen – S&P 500 und Nasdaq auf 5-Jahrestief - Dow unter 8.000er Marke

Die Handelssitzung an den US-Börsen verlief am Mittwoch alles andere als erfreulich. Die weiter anhaltende Unsicherheit über die Rettung der großen US-Autobauer und die damit verbundenen Gefahren für die Wirtschaft drückten deutlich auf die Stimmung. Der Dow schloss bei 7.997 (-5,07 %) Punkten und damit erstmals unter der 8.000er Marke seit dem Jahr 2003. Noch deutlicher ging es für den S&P 500 (-6,12 %), die Nasdaq (- 6,53%) und vor allem den marktbreiten Russel 2000 (-7,85 %) nach unten. Die Aktie von GM erreichte mit einem Abschlag von 9,7 % das tiefste Level seit 1966, während es für Ford um 25 % auf 1,26 $ (tiefstes Level seit 26 Jahren) nach unten ging. Der Finanzsektor sah sich ebenfalls massiven Verkäufen ausgesetzt. Aktien der Citigroup gaben 23,4 % nach, während die Bank of America 14 % und JP Morgan 11,4 % verloren.

Auffallend ist die Tatsache, dass alle Indizes auf bzw. nahe am Tagestief geschlossen haben. Diese sog. „closing tails“ sprechen eindeutig dafür, dass sich die Abwärtsbewegung weiter beschleunigt. Das erreichen neuer Mehrjahrestiefs sind zudem als prozyklische Verkaufssignale zu werten, so dass per charttechnischer Definition, alle kurz- bis mittelfristigen Korrekturbewegungen nach oben, zum Abbau von Positionen, bzw. Aufbau neuer Shorts genutzt werden sollten. Nächstes, rechnerisches Kursziel für den Dow Jones auf der Unterseite ist die Marke von 7.184 Punkten. Heute werden einige Unternehmen in den USA Quartalsberichte vorlegen. U.a. wird das bei Autodesk, Salesforce, Gamestop, Gap und Limited Brands der Fall sein. Konjunkturseitig stehen der Philadelphia-Fed-Index und der Index der Frühindikatoren auf der Agenda.

Nach einer leicht positiven Indikation und der zwischenzeitlichen Hoffnung auf eine kurzfristige Aufwärtskorrekturbewegung, setzte der Dax seine Abwärtsbewegung mit deutlich höherer Dynamik nach unten fort. Zum Schluss notierte der Leitindex um 4,9 % tiefer bei 4.354 Zählern. Zu einer deutlichen Stimmungseintrübung trug die Gewinnwarnung von BASF bei. Angesichts des „weltweiten Konjunktureinbruchs“ hat der Konzern seine Gewinnprognose erneut gesenkt und beabsichtigt, die Produktion zu drosseln. Die Aktie verlor 13,65 % und war damit, neben der Hypo Real Estate (-21,60 %) der größte Verlierer im Dax. Einziger Gewinner im Leitindex war die Aktie der Deutschen Postbank (+1,14 %). Spekulationen um eine Gesamtübernahme durch die Deutsche Bank hatten für Kursphantasie gesorgt. Etwas Verwunderung zog die Kaufofferte von Solarworld für die Opel AG nach sich. Wie das Beispiel von KUKA aus dem M-Dax zeigt, weitet sich die Finanz- und Wirtschaftskrise über alle Brachen aus. Ein wichtiger Kunde des Unternehmens musste per 17.11. Gläubigerschutz (Chapter 11) beantragen. In der Folge sieht KUKA seine Umsatzziele und das Betriebsergebnis gefährdet.

Keine Überraschung ist, dass gestern eine ganze Reihe von neuen Jahrestiefs ausgebildet wurden. Zu nennen sind vor allem Adidas, Hypo Real Estate, Deutsche Bank, Commerzbank, Rheinmetall, Solon, United Internet, Solarworld, Grammer, Heidelberger Cement, Bauer, Vivacon und Patrizia Immobilien. Der Dax ist per gestern unter sehr wichtige Haltemarken gefallen. Zu nennen sind insbesondere ein Fibonacci-Level (4.534) und die untere Begrenzungslinie des kurzfristigen Trendkanals. Das sich aus dem Ausbruch des Kanal ergebende Kursziel lautet 3.940 Punkte. Zuvor wirken die Marken 4.178 und 4.014 als Unterstützung. Die Vorgaben für den Handelsstart lassen eine sehr schwache Eröffnung erwarten.

Quelle: Helaba

(Redaktion)


 


 

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