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MARKTKOMMENTAR AKTIEN-HELABA

Börsen mit einer kleinen, technischen Reaktion Bankaktien weiter im Fokus

Die US-Börsen konnten am Freitag ein wenig Boden gut machen. Der Dow Jones kletterte 0,84 % während die Technologiebörse Nasdaq um 1,16 % zulegen konnte. Im Fokus standen erneut die Bankaktien. Die Papiere der Bank of America fielen auf ein Mehrjahrestief, nachdem die Schät-zungen für die Q4-earnings verfehlt wurden. Zudem wurde bekannt, dass die Bank erneut Staats-hilfen (über 20 Mrd. $ und Garantien über 118 Mrd. $ für Wertpapierverluste) benötigte. Die Ci-tigroup verbuchte im abgelaufenen Quartal einen Verlust in Höhe von 1,72 $ je Aktie. Damit wur-den die Schätzungen von – 0,41 $ deutlich verfehlt. Insgesamt gab der Finanzsektor erneut nach (- 2,4 %), damit summierten sich die Wochenabschläge auf 16,5 %. Für den Gesamtmarkt stützend wirkte sich das erwartete milliardenschwere Konjunkturprogramm der Obama-Regierung aus. In dieser Woche nimmt die Quartalsberichtssaison nochmals deutlich an Fahrt auf. So werden u.a. Bank of America (wie bereits bekannt ist, hat die von der BoA übernommene Merrill Lynch im 4. Quartal einen Verlust von 15 Mrd. $ verzeichnet) , IBM, Johnson & Johnson, State Street, Apple, eBay, U.S. Bancorp, Microsoft, Advanced Micro, Google, Lockheed Martin, GE, Harley David-son und Xerox berichten. Konjunkturseitig stehen der State Street Investor Confidence Index für den Monat Januar, das ABC Verbrauchervertrauen, die Wohnbaubeginne und die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf der Agenda. Heute bleiben die US-Börsen feiertagsbedingt geschlossen.

Dem Dax gelang es am Freitag, im Zuge einer technischen Reaktion, etwas Boden gut zu machen. Zum Xetraschluss notierte der Leitindex bei 4.366,28 Punkten, um 0,68 % höher. Damit wurde die siebentägige Talfahrt zunächst gestoppt. Diese hatte dem Dax einen Wochenverlust von insgesamt 8,7 % eingebracht. Die Aktie der Münchener Rück kletterte am Freitag als bester Daxwert um 4,93 % auf 112 €. ThyssenKrupp (+3,99 %) und SAP (+3,40 %) waren ebenfalls gefragt. Deutlich nach unten ging es für Infineon (-16,07 %). Auch Bankaktien wurden verkauft. Die Postbank notierte über 10 % schwächer, während es für die Commerzbank um 7,85 % nach unten ging.

Die Aussichten für diese Woche sind nicht gerade vielversprechend. Die Konjunktureinschätzun-gen, aber auch die Situation in den Unternehmen, werden sich wohl kaum verbessern. Am Diens-tag wird die ZEW-Umfrage veröffentlicht. Es ist zu erwarten, dass der fortgesetzte Einbruch der deutschen Produktion und der weiterhin schwache Aktienmarkt zu einer erneuten Verschlechterung der Lageeinschätzung beitrug. Hingegen könnte das viel diskutierte Regierungskonjunktur-programm zu einer Verbesserung des ZEW-Erwartungsindex beigetragen haben. Am Freitag werden die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Auch in dieser Woche kommt der technischen Unterstützungszone im Bereich von 4.366 / 4.321 Dax-Punkten eine immens wichtige Rolle zu. Denn sollte der genannte Bereich nachhaltig unterschritten werden, würde sich die Abwärtsbewe-gung weiter, in Richtung von 4.034 Punkten beschleunigen.

Siemens
Nur eineinhalb Wochen vor der Hauptversammlung der Siemens AG sickerten aus dem Konzern Zahlen über Schadenersatzansprüche gegen frühere Vorstände durch. Der Münchner Elektronik- und Industriekonzern verlangt im Zusammenhang mit der hinlänglich bekannten Korruptionsaffäre allein von Heinrich von Pierer, dem ehemaligen Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzenden von Siemens, 6 Millionen Euro. Von anderen zehn ehemaligen Vorständen werden Summen von mindestens einer Million Euro gefordert. (faz.net)

Beiersdorf
Der Konsumgüterhersteller hält an seiner Marke "Tesa" fest. "Ein Verkauf steht nicht zur Disposition", sagte Finanzvorstand Düttmann der "Frankfurter Allgemeine Sonn-tagszeitung". "Tesa ist profitabel und hat hervorragende Perspektiven". Zukäufe schloss Düttmann aber nicht aus. "Wir halten die Augen offen nach attraktiven und günstigen Zielen, die zu unserer Strategie passen. (dpa-AFX)

RWE
Angesichts des Gasstreits drängt der Chef des Essener Energiekonzerns erneut auf Investitionen in die Atomkraft – auch in Deutschland. "Wenn wir unsere Importab-hängigkeit nicht noch weiter erhöhen wollen, brauchen wir Kernkraftwerke", sagte Großmann dem "Handelsblatt" (Montag). In vielen europäischen Ländern stehe das Thema Kernkraft ohnehin schon wieder ganz oben auf der Agenda. (dpa-AFX)

Deutsche Bank
Nachdem die Deutsche Bank zum ersten Mal in der Geschichte einen Jahresverlust verbucht hat, beginnen in der Bank nun die Umbauarbeiten. Das trifft vor allem den unter hohen Verlusten leidenden Eigenhandel. Der Handel auf eigene Rechnung mit Kreditpapieren werde komplett eingestellt, sagte ein Sprecher des Instituts. Aber auch der Eigenhandel mit Aktien wird demnach um etwa 80 Prozent nach unten geschraubt werden. Ein Komplettausstieg sei aber nicht geplant. (derstandard.at)

Deutsche Lufthansa
Im Tarifstreit bei der Lufthansa droht die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO dem Unternehmen nach der dritten ergebnislosen Verhandlungsrunde mit Warnstreiks. "Wir haben die Verhandlungen abgebrochen und reden jetzt über Arbeitskampf-maßnahmen", sagte UFO-Verhandlungsführer Joachim Müller am Freitagabend zu Reuters. Bereits in der kommenden Woche könne es zu ersten Arbeitsniederlegun-gen kommen. (REUTERS)

Societe Generale
Die Societe Generale zieht nach den Worten ihres CEO Oudea aktuell keine Fusio-nen mit anderen europäichen Banken in Erwägung. Was man im Jahr 2009 nicht sehen werde, seien grenzüberschreitende Fusionen, sagte Oudea im Gespräch mit der Zeitung "Il Sole 24 Ore". Er fügte zudem hinzu, dass er mit der italienischen Großbank UniCredit nie über einen Zusammenschluss gesprochen habe. Für sein Haus habe organisches Wachstum Priorität, sagte Oudea. Zu einer möglichen Fusion mit dem französischen Wettbewerber BNP Paribas wollte er sich aber nicht äußern. (DOW Jones)

GE
Der US-Mischkonzern will einem Fernsehbericht zufolge wegen des Wirtschaftsab-schwungs fast 10% der Stellen in der Finanzierungssparte GE Capital streichen. GE plane, bei der Tochtergesellschaft 7.000 Arbeitsplätze abzubauen, berichtet der US-Fernsehsender CNBC am Freitag. (Dow Jones)

EADS
Der neue deutsche Flugzeugzulieferer PREMIUM
AEROTEC will sich international aufstellen und erwägt deshalb ein Werk in Rumä-nien. "Wir prüfen, eine eigene Produktion für Blech- und Frästeile in Rumänien mit bis zu 50 Millionen Euro Investitionsvolumen aufzubauen oder die Lieferungen aus dem Niedriglohnland zu erweitern", sagte Firmenchef Hans Lonsinger der "FTD". (REUTERS)

HRE
Der Einstieg des Staates bei der schwer angeschlagenen Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) ist Kreisen zufolge erst einmal vertagt. "Es werden neue Garan-tien genehmigt, alles andere ist verschoben", sagte eine mit der Situation vertraute Person. (salzburg.com)

Arcandor
Die krisengeschüttelte Karstadt Warenhaus AG will sich von ihrer Marke World of Music (WOM) trennen und sucht nun dafür einen Käufer. Dies berichtet der Bran-chendienst Kontakter in seiner heute erscheinenden Ausgabe. (news aktuell)

Kontron
Der Umsatz ist 2008 um elf Prozent auf 495 Millionen Euro gestiegen, der Auftrags-bestand lag Ende des Jahres über 290 Millionen Euro. (REUTERS)

Quelle: Helaba

(Redaktion)


 


 

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