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Braunkohlenindustrie plädiert für Erhalt des breiten Energiemix

(ots) - Die deutsche Braunkohlenindustrie hat 2008 erneut den größten Beitrag zur deutschen Stromerzeugung geleistet. Insgesamt 92 Prozent der inländischen Braunkohlenförderung wurden zur Produktion von Strom und Wärme in öffentlichen und industriellen Kraftwerken eingesetzt. Die gesamte Stromerzeugung aus Braunkohle verringerte sich gegenüber 2007 leicht auf 150 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh).

Damit stammt unverändert nahezu jede vierte Kilowattstunde Strom, die in Deutschland erzeugt und verbraucht wird, aus Braunkohle, erklärte der Deutsche Braunkohlen-Industrie-Verein (DEBRIV) auf der Grundlage erster Berechnungen.

Mit einem Anteil von 23,5 Prozent an der inländischen Bruttostromerzeugung lag die Braunkohle nur knapp vor der Kernenergie, die ihren Beitrag durch bessere Verfügbarkeit der Anlagen 2008 auf 23,3 Prozent erhöhen konnte. Zusammen stellen beide Energieträger nahezu die Hälfte der deutschen Stromproduktion. Braunkohle und Kernenergie produzieren sogenannten Grundlaststrom und bilden damit das preis- und versorgungssichere Fundament der Stromversorgung in Deutschland. Ein weiteres Fünftel des Stroms wird in Deutschland durch Steinkohle erzeugt. Erdgas trägt mit 13 Prozent und die Erneuerbaren mit rund 15 Prozent zur Stromerzeugung bei. Die deutsche Braunkohlenindustrie plädiert für den Erhalt dieses breiten Energiemix in der Stromerzeugung.

Die Bedeutung der Kohle und der Kernenergie für eine sichere Stromversorgung leitet sich nicht nur aus Preis- oder Verfügbarkeitsrisiken ab, die bei importierten Energien bestehen. Immer bedeutsamer wird die Frage, wie die stark schwankenden Beiträge der Erneuerbaren Energien - speziell Wind und Solar - ausgeglichen werden können. In den windschwachen Anfangswochen des neuen Jahres waren Wind und Solar nur in einer Bandbreite von 0,5 bis 4,5 GW verfügbar, wobei gleichzeitig eine Netzlast über den Tag gesehen in einer Spannweite von 50 bis 75 GW zu verzeichnen war. Die energiepolitische Schlussfolgerung lautet: Der breite Energiemix ist unerlässlich, weil neue Techniken und Verfahren für die Speicherung großer Mengen von Strom über längere Zeiträume nicht verfügbar sind.

(ots / Björn Godenrath )


 


 

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