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Verunsicherung bei ostwestfälischen Unternehmen nach Brexit-Votum

Der Brexit verunsichert viele Betriebe in Ostwestfalen. Das ist das Ergebnis einer IHK-Umfrage unter 366 Unternehmen aus der Region. 74,9 Prozent der ostwestfälischen Firmen sehen durch Pfundabwertung und Wechselkursschwankungen Risiken, fast 72 Prozent befürchten nach dem endgültigen EU-Aus der Briten Handelshemmnisse durch Zölle, Steuern und Bürokratie.

An der Umfrage nahmen Firmen unterschiedlicher Größen und Branchen teil. Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld, Harald Grefe, betont: „Das Votum der Briten verunsichert ohne Zweifel auch die ostwestfälischen Unternehmen. Großbritannien hat sich in den letzten Jahren zu einem unserer wichtigsten Exportmärkte entwickelt. Die Austrittsmodalitäten sollten daher nun möglichst wirtschaftsfreundlich gestaltet werden.“

Ein Großteil der ostwestfälischen Unternehmen (61,3 Prozent) erwartet für die Übergangsphase bis zum endgültigen EU-Aus des Vereinigten Königreichs (UK) gleich bleibende Ausfuhren. Aber immerhin 31,5 Prozent befürchten schon kurzfristig einen Rückgang der Exporte. Nach vollzogenem Austritt rechnen 56,8 Prozent der Unternehmen damit, dass die Exporte sinken werden. Mittelfristig werden nach Einschätzung der Firmen auch die Importe fallen.

Die Untersuchung ergab auch, dass das Brexit-Votum Auswirkungen auf die Investitionspläne in Großbritannien haben dürfte. 32,1 Prozent der regionalen Unternehmen mit Tochterfirmen, Zweigstellen oder Niederlassungen in UK planen, ihre Investitionsausgaben im Königreich zu verringern, ermittelte die IHK.

(Redaktion)


 


 

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