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  • 18.02.2009, 09:14 Uhr
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  • Ostwestfalen-Lippe
Gefahrendurchsagen vom BBK

Bund und Deutsche Bahn schließen Kooperation über Warnmeldungen

Bei der zeitnahen Information der Bevölkerung über unvorhergesehene Ereignisse will das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) künftig eng mit der Deutschen Bahn AG zusammenarbeiten. Eine entsprechende Vereinbarung haben Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe und Dr. Otto Wiesheu, DB-Vorstand für Wirtschaft und Politik nun in Berlin unterzeichnet.

Das Bundesamt schafft die Voraussetzungen dafür, damit Reisende im Bedarfsfall zukünftig deutschlandweit in Zügen und Bahnhöfen zeitnah mit sog. "Gefahrendurchsagen" informiert werden können. Technische Grundlage hierfür ist das satellitengestützte amtliche Warnsystem "SatWas", welches Warnmeldungen im Falle von Naturkatastrophen, Chemieunfällen, Terroranschlägen oder sonstigen Großereignissen innerhalb kürzester Zeit an die daran angeschlosenen Medien wie Radiosender, Fernsehstationen oder Betreiber von Internetplattformen übermitteln kann. Diese Medien werden vom BBK ausgewählt. Damit die Warnmeldungen im laufenden Arbeitsbetrieb nicht untergehen, setzt man bei den Bonnern auf ein eigenständiges Warnsystem, welches den eingehenden BBK-Meldungen beim Empfänger die notwendige Priorität verleiht. Die Mitarbeiter der angeschlossenen Redaktionen können so optisch und akustisch schnell die Situation erkennen und über ihr jeweiliges Medium zeitnah die Bevölkerung informieren. Wie man beim Bonner Bundesamt richtig erkannt hat, ist durch die deutschlandweite Verflechtung der DB AG und neue technische Möglichkeiten auch die Information in Zügen und auf Bahnhöfen ein ernstzunehmendes Medium für den Bevölkerungsschutz geworden.

Gefahrendurchsagen in Zügen und Bahnhöfen sollen Radio und TV ergänzen

„Der Rundfunk hat sich als sekundenschnelles Warnmittel bewährt. Es besteht jedoch angesichts geänderter Sicherheitslagen die Notwendigkeit die Bürgerinnen und Bürger auch außerhalb ihrer privaten Umgebung zeitnah bei entsprechenden Katastrophensituationen zu erreichen“, erklärte Päsident Unger. „Mit der Verknüpfung zur Bahn, die täglich von über fünf Millionen Menschen genutzt wird, haben wir unser Informationssystem deutlich ausgeweitet. Das bedeutet mehr Sicherheit für unsere Bevölkerung.“ Über SatWaS werden nach Angaben des Bundesamtes amtliche Gefahrendurchsagen von Bund und Ländern an die Medien weitergegeben. Zeitgleich erhält das Sicherheits-Lagezentrum der DB in Berlin diese amtlichen Gefahrendurchsagen. Von dort aus werden dann einzelne oder auch mehrere betroffene regionale DB-Lagezentren in Deutschland innerhalb kürzester Zeit über das Intranet des DB-Konzerns digital informiert. Den regionalen DB-Lagezentren kommt dann die Aufgabe zu, die Reisenden auf Bahnhöfen und Zügen in ihrer Region möglichst ohne Zeitverzögerung über die aktuelle Lage zu informieren. „Mit der Verknüpfung zu SatWaS ergänzen wir die Sicherheitsarchitektur der Bahn und stärken gleichzeitig die Sicherheit für unsere Kunden. Mit dieser Maßnahme unterstreichen wir auch, dass Sicherheit bei uns absolute Priorität hat“, sagte DB-Vorstand Wiesheu.

(Redaktion)


 

 

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