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Bundesarbeitsgericht kippt Tarifregelung im Einzelhandel

(bo/ddp.djn). Das Bundesarbeitsgericht hat den Teilzeitkräften im Einzelhandel die Zahlung einer «Funktionszulage» in Höhe von vier Prozent ihres jeweiligen Gehalts zugesprochen, wenn sie im Wochendurchschnitt mehr als 63 Prozent ihrer Arbeitszeit an der Ausgangskasse stehen. Die in Halle erscheinende «Mitteldeutsche Zeitung» (Freitagausgabe) berichtete vorab, Teilzeitkräfte hätten den Zuschlag bisher erst erhalten, wenn sie wie die Vollzeitbeschäftigten mindestens 24 Wochenstunden an der Kasse standen. Diese Stundenzahl hätten aber nur wenige Teilzeitkräfte erreicht.

Nun stehe ihnen die Funktionszulage anteilig zu, schrieb das Blatt. So erhalte eine Halbtagskraft mit 19 Arbeitsstunden pro Woche die vier Prozent Zulage, wenn sie mindestens zwölf Wochenstunden an der Kasse stehe.

Der Zeitung zufolge kippte das Bundesarbeitsgericht mit seiner Entscheidung eine Regelung im Manteltarifvertrag aller ostdeutschen Länder außer Mecklenburg-Vorpommern. In Ostdeutschland arbeiten bis zu zwei Drittel der Einzelhandelsbeschäftigten in Teilzeit weniger als 30 Wochenstunden. Auf die Arbeitgeber kämen insgesamt zusätzliche Zahlungen in Millionenhöhe zu, schrieb das Blatt. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di feiere das Grundsatzurteil angesichts der beginnenden Tarifrunde für die bundesweit 2,7 Millionen Beschäftigten im Einzelhandel als Sieg.

(Redaktion)


 


 

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