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Kostenloser Stromcheck

Caritas verfolgt Energiefresser

Der Ölpreis fällt und trotzdem steigen die Energiekosten für den Endverbraucher. Damit einkommensschwache Haushalte nicht von den Kosten aufgefressen werden, wurde jetzt die Aktion „Stromspar-Check“ vom Deutschen Caritasverband und dem Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) ins Leben gerufen. An der Aktion nehmen deutschlandweit 59 Kommunen teil.

In Nordrhein-Westfalen betreut die Aktion die EnergieAgentur.NRW: hier bildet sie derzeit in 20 Kommunen und sechs Kreisen Langzeitarbeitslose zum Stromspar-Helfer weiter. Diese sollen dann ihr neu erworbenes Stromsparwissen in einkommensschwachen Haushalten anwenden. Angesprochen sind damit Menschen in Düsseldorf, Kreis Heinsberg, Kreis Mettmann, Kreis Viersen, Oberbergischer Kreis, Rheinisch-Bergischer Kreis.

 Anmeldung bei Orts-Caritas

 Interessierte Haushalte aus diesen Regionen können sich an ihren örtlichen Caritasverband wenden und einen Termin für ihren persönlichen kostenlosen „Stromspar-Check“ vereinbaren. Dieser besteht aus zwei Hausbesuchen. Beim ersten Mal machen geschulte Stromsparhelfer eine Bestandsaufnahme. Beim zweiten Besuch erteilen sie qualifizierte Ratschläge zum Stromsparen und händigen Energiesparlampen, schaltbare Steckerleisten, TV-Abschalter und andere Geräte aus. Diese Soforthilfen haben einen Wert von etwa 70 Euro.

 Ziel des kostenlosen Service für einkommensschwache Haushalte ist es, diesen Haushalten dabei zu helfen, Möglichkeiten zum Energiesparen – und damit zur Entlastung des Haushalts – zu erschließen. Jeder weitere Anstieg trifft nämlich einkommensschwache Haushalte besonders stark, da die Empfänger von Arbeitslosengeld II oder anderer staatlicher Transferleistungen ihre Stromrechnung aus den Regelsätzen begleichen müssen. Entlastung verspricht nur noch die Reduzierung der Stromkosten.

 „Die Stromsparhelfer selbst kennen die Sorgen und Nöte der Haushalte, die sie besuchen. Sie selbst sind Langzeitarbeitslose, die im Rahmen des Projektes eine intensive Schulung erhalten,“ sagt Andrea Fischer, Projektverantwortliche bei der EnergieAgentur.NRW.

 Arbeitslose werden Stromsparexperten

 Das Projekt leistet einen innovativen Beitrag zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung an der Schnittstelle von Umwelt-, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik. Etwa 500 langzeitarbeitslose Menschen werden qualifiziert, erweitern ihre Erfahrungen im Berufsleben und verbessern so ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Zum anderen werden bis Juni 2009 in voraussichtlich 12.000 einkommensschwachen Haushalten alltagstaugliche Stromsparmaßnahmen umgesetzt, mit denen der Verbrauch um mindestens zehn Prozent gesenkt werden kann. Dies entlastet nicht nur die knappen Budgets der Bezieher von Arbeitslosengeld II und anderen Sozialleistungen, sondern auch das Klima, denn der CO2-Ausstoß sinkt um mehr als 150 kg pro Haushalt und Jahr.

(Redaktion)


 


 

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