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CeBIT zeigt Wandel in der Informationsgesellschaft

Wir sind das Netz - und das Netz ist überall: Mit dem neuen Schwerpunkt "Internet & Mobile Solutions" in Halle 6 demonstriert die CeBIT hautnah, wie sich unser Leben durch das Internet verändert. Im Mittelpunkt steht der Megatrend "Digitalisierung und Mobilität" - mit zahlreichen Neuheiten aus den Bereichen "Digital Media Solutions" (Online-Publishing, Next Generation Television), "Web Based Solutions" (E-Commerce-Lösungen und Shopsysteme, Web Content Management) und "Enterprise Mobility" (Mobile Office).

 Erstmals können sich Aussteller mit einer digital bespielbaren "Homebase" in der "Webciety Area" präsentieren. Zur Darstellung genügt ein Notebook. In der Webciety im Jahr 2009 zählen eben nicht nur perfekt inszenierte Messebauten, sondern auch clevere Ideen. Die CeBIT vom 3. bis 8. März bietet beides.Ein schneller Anschluss an die Datenautobahn gehört hierzulande wie fließend warmes Wasser zur Standardausrüstung moderner Wohnungen. Dank immer neuer Web-Angebote nimmt der Verkehr in den DSL-Netzen immer stärker zu. Im Vorfeld der CeBIT hat die Bundesregierung ein ambitioniertes Ziel formuliert: Bis 2018, also in knapp zehn Jahren, sollen alle deutschen Haushalte und Unternehmen über eine Internetverbindung verfügen, die Daten mit einer Geschwindigkeit von mindestens 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) überträgt.

Zum Vergleich: Heute surfen viele DSL-Kunden "nur" mit einem bis sechs Mbit/s durchs Netz.Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos, gibt sich optimistisch, dass die Vorgabe überall erfüllt werden kann: "Um noch bestehende Versorgungslücken in der Fläche rasch zu schließen und die Leistungsfähigkeit unserer Telekommunikationsinfrastruktur weiter zu steigern, müssen wir wettbewerbskonforme Anreize für Investitionen in neue, breitbandige Funk-, Kabel- und Glasfasernetze setzen. Damit schaffen wir in der aktuellen konjunkturellen Krise Arbeit und Beschäftigung. Zugleich sichern wir Wachstumsstandorte in den vielfältigen Regionen unseres Landes."Innovative Anwendungen für den rasend schnellen Datenturbo sind auf der CeBIT zu sehen. Schon in naher Zukunft wird der Flachbildfernseher zum Entertainer für Web, TV und Kommunikation.

Dann verschmelzen traditionelle TV-Programme und neue Internetformate endgültig, und es schlägt die Stunde der Next Generation Networks (NGN): IP-basierte Plattformen können Medienformate wie das Internetfernsehen (IPTV) oder Video-on-Demand verarbeiten, aber auch die verschiedensten Kommunikationskanäle bedienen. Besonders das Internet-Fernsehen wird immer mehr zum Massenvergnügen: Wie die Unternehmensberatung Roland Berger herausfand, verbringt der durchschnittliche deutsche Web-TV-Kunde rund zwei Stunden pro Tag vor seinem Computer und sieht sich im Monat 90 Videos im Netz an. Die Chancen von Internet-TV hängen nach Meinung der Experten vor allem von flexiblen Zugangswegen über die verschiedenen Endgeräte ab (Computer, TV, Handy).

Mobiles Internet mit spannenden neuen Diensten auf der Überholspur

Mehr als 50 Millionen Menschen weltweit nutzen heute schon mobile Breitbandnetze, und jeden Monat kommen vier Millionen neue Teilnehmer hinzu. Momentan gibt es auf der Erde etwa 215 Highspeed-Handynetze, in denen man mit mindestens 1,8 Mbit/s online gehen kann - oder schneller (Quelle: GSM Association). In Deutschland sind aktuell sogar bis zu 7,2 Mbit/s möglich. Nach einer aktuellen Studie der Beratungsfirma comScore M:Metrics rufen bereits mehr als zehn Millionen deutsche Mobilfunknutzer Medieninhalte über ihr Handy ab. Unterwegs besonders gefragt sind Kommunikations-, News- und Navigationsangebote. Zu diesem Ergebnis kommt die Untersuchung zwei.null.trends der Internet-Marktforscher Innofact. Bei einer Umfrage unter mehr als 1 000 Surfern ab 14 Jahren gaben 73 Prozent an, unterwegs E-Mails abrufen zu wollen. 62 Prozent interessierten sich für "Nachrichten", 41 für "Routenplaner" und 40 für "Informationen zu lokalen Diensten".

Besonders interessant: Auch auf die Frage nach den wichtigsten Trends bei den mobilen Services der nächsten Jahre eroberte die "Regionale Informationsbeschaffung" mit 73 Prozent Platz 1, gefolgt von "Sozialen Netzwerken/Communities" (63). Für die Realisierung solcher Angebote kommen neue Web 2.0-Plattformen ins Spiel. Über den GPS-Empfänger seines Handys wird der Standort des Kunden ermittelt, um ihn mit lokalen Infos zu versorgen. Kompakte, in sich geschlossene Web-Anwendungen, so genannte Widgets, zaubern dann binnen Sekunden die gewünschten Angaben auf den Bildschirm - zum Beispiel den Weg zur nächsten Pizzeria inklusive Community-Bewertung anderer Gäste. Oder den lokalen Wetterbericht.

(Redaktion)


 


 

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