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IHK Lippe informiert über China

Das Reich der Mitte boomt

China lockt immer mehr deutsche Firmen an. Auf dem Riesenmarkt mit über 1,3 Milliarden Menschen sind auch immer mehr lippische Firmen aktiv.

Jeder zweite Betrieb aus Lippe, der Außenhandel treibt, engagiert sich mittlerweile im Reich der Mitte. Das Land ist vor allem als Absatz- und Einkaufsmarkt interessant. Deutsche Firmen profitieren aber nach wie vor auch von den günstigen Lohnkosten. Doch Vorsicht: wer in China Fuß fassen will, muss sich gut vorbereiten und viel Zeit mitbringen. Über Stolpersteine und Erfahrungen lippischer Unternehmen informierte jetzt eine Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe). Ganz verschont blieb auch China nicht von der Wirtschaftskrise im letzten Jahr. Inzwischen boome es aber wieder, berichtete Bernd Reitmeier von der deutschen Auslandshandelskammer (AHK) in Shanghai.

Gigantische Konjunkturprogramme kurbelten die Wirtschaft an, vor allem für Industriegüter und Infrastruktur . Deutsche Firmen freut es, insbesondere die 5.300 Unternehmen mit eigener Niederlassung in China. Die meisten erwarten laut einer AHK-Umfrage satte Umsatz- und Gewinnzuwächse für dieses Jahr. Allerdings sei nicht alles Gold was glänzt. Viele Firmen klagten über Probleme beim Schutz geistigen Eigentums sowie über Korruption und ausufernde Bürokratie. Mit den chinesischen Behörden hat auch Stefan Karsch so seine Erfahrungen gesammelt. Der Geschäftsführer der Synflex International GmbH aus Blomberg hat 2007 eine Niederlassung vor Ort gegründet. Das Unternehmen produziert und vertreibt Produkte für die Elektromotoren-, Transformatoren- und Automobilindustrie. Obwohl Karsch das Land vorher gründlich erkundet und viele Gespräche geführt hatte, brauchte er neun Monate, um die Tochtergesellschaft handlungsfähig zu machen. "In unseren Ordnern haben wir inzwischen etwa 300 Dokumente gesammelt", machte Karsch den bürokratischen Aufwand deutlich.

Gelohnt habe es sich allerdings für Synflex: vom Start weg schrieb man schwarze Zahlen. Dass beim China-Geschäft auch ein wenig Glück helfen kann, beschrieb Volker Steinbach, Vorstand der Steinbach AG aus Detmold. Der 40-Mann-Betrieb ist Membranenspezialist. Die Grundlage für das Engagement in China wurde über einen Messekontakt gelegt. "Purer Zufall, dass wir gleich den richtigen Kontakt gefunden haben", gab Steinbach unumwunden zu. Allerdings hatte auch er das Land bereits vor Jahren bereist und dabei die Messe besucht. Mit einer chinesischen Partnerin betreibt er heute ein Lager im Raum Shanghai, über das der Markt beliefert wird. Das Land macht Steinbach "viel Spaß". Sein Geschäft will er auf jeden Fall weiter ausbauen.

(Redaktion)


 


 

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