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Freilichtmuseum Detmold setzt auf Veteranen

Auf dem Feld des LWL-Freilichtmuseums Detmold dreht CLAAS Azubi Jens Striewe auf einem MERCUR Mähdrescher seine Runden. Dabei erntet er die Gerstensorte „Eckendorfer Mammut“ von 1888, eine Züchtung aus Leopoldshöhe. Für das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ist die Ernte einer solch alten Getreidesorte eine wesentliche Tätigkeit, die nicht immer so reibungslos klappte. Im Sommer vergangenen Jahres ging der museumseigene MERCUR Mähdrescher aus dem Jahr 1965 kaputt.

Anstelle der aufwendigen Reparatur ein Lohnunternehmen für die Ernte zu engagieren, kam für das Museum nicht in Frage. „Wir sind auf diesen historischen Mähdrescher angewiesen, da wir hier im Freilichtmuseum nur sehr kleine Flächen haben. Zudem muss unser Saatgut sortenrein geerntet werden, denn kaufen kann man die Samen dieser alten Sorten schon lange nicht mehr“, erklärt Margret Habig, Sachbereichsleiterin der Landschaftsökologie. Nur mit dem eigenen Mähdrescher können die alten Getreidesorten erhalten bleiben. Deshalb stand fest, dass der Mähdrescher repariert werden muss. Da das Wissen über solch historische Maschinen nicht mehr weit verbreitet ist und die Ersatzteile schwierig zu bekommen sind, wandte sich das Museum an den einstigen Hersteller des Mähdreschers: CLAAS.

Die beiden CLAAS Auszubildenden zum Industriemechaniker Till Lauhoff und Jens Striewe nahmen sich der Herausforderung an und restaurierten die historische Maschine. 200 Arbeitsstunden verbrachten sie dazu im Technischen Entwicklungszentrum von CLAAS. Hilfestellung dabei lieferte neben Ausbildungsmeister Manfred Strotmann auch die Original-Explosionszeichnung. Einige der benötigten Ersatzteile waren über das Ersatzteillager in Hamm lieferbar, andere mussten nachgefertigt werden oder wurden von modernen Maschinen übernommen. Nachdem CLAAS den Mähdrescher kostenfrei repariert und alle Funktionen erfolgreich geprüft hatte, lieferte das Landtechnikunternehmen ihn zum Museumsgelände zurück, wo das Museum direkt mit der Ernte der alten Gerstensorte begann. Auszubildender Jens Striewe freut sich: „Es ist toll zu sehen, wie sehr wir dem Museum helfen konnten. Und eine historische Maschine zu reparieren, kommt auch nicht alle Tage vor.“

(Redaktion)


 


 

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