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DIHK beklagt mangelnde Qualifikation der Bewerber für Lehrstellen

Die Betriebe in Deutschland haben zunehmend Schwierigkeiten, geeignete Bewerber für ihre Lehrstellen zu finden. Bei einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) unter 12 074 Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung hätten 15 Prozent angegeben, dass sie 2007 nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen konnten, berichtet die «Welt am Sonntag». Das sei ein Viertel mehr als im Vorjahr. Besonders betroffen seien Banken, Versicherungen und das Gastgewerbe. So habe jedes fünfte Unternehmen aus der Finanzbranche Probleme bei der Bewerbersuche, bei den Gaststätten fast jedes dritte.

Schon 2007 zeigte sich laut DIHK eine deutliche «Qualitätslücke auf dem Ausbildungsmarkt». Bei der Frage nach den Gründen, weshalb Stellen nicht besetzt wurden, gab mehr als die Hälfte der betroffenen Betriebe an, dass «keine geeigneten Bewerbungen» vorlagen. «Wenn so viele Jugendliche die Schule verlassen, ohne ausreichend für die Ausbildung qualifiziert zu sein, verstärkt das den drohenden Fachkräftemangel empfindlich», sagte DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun der «Welt am Sonntag». Fachkräftemangel werde zunehmend zur Wachstumsbremse. Bei 19 Prozent der Betriebe seien die Auszubildenden gar nicht erst am Arbeitsplatz erschienen. Und bei weiteren 14 Prozent der Firmen hätten die Lehrlinge noch in der Probezeit gekündigt.

Auch die demografische Entwicklung bekommen einige Betriebe demnach heute schon zu spüren. Zwar erhielten mehr als 80 Prozent der vom DIHK befragten Unternehmen noch eine ausreichende Zahl an Bewerbungen, während bei insgesamt 16 Prozent der Betriebe die Bewerberzahlen zurückgingen. Allerdings stelle die Mehrzahl der Firmen eine «nachlassende Ausbildungsreife der Jugendlichen fest».

Aus Sicht der befragten Unternehmen sind die mündliche Ausdrucksfähigkeit sowie Schreiben und Rechnen bei vielen Bewerbern die wichtigsten Mängel. Über mangelnde Disziplin sowie fehlende Motivation und Leistungsbereitschaft beklagten sich 44 Prozent beziehungsweise 48 Prozent. Mehr als jedes dritte Unternehmen kritisierte auch die Umgangsformen der heutigen Schulabgänger.

(Redaktion)


 


 

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