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Bundesverband Direktvertrieb

Direktvertrieb druch Wirtschaftskrise belastet – einzelne Branchen weiter im Aufwind

Die Umsatzentwicklung der im Bundesverband Direktvertrieb organisierten Unternehmen ist im vergangenen Jahr unterschiedlich verlaufen. Während einzelne Unternehmen, wie zum Beispiel die Anbieter von Strom- und Gaslieferungen sowie von Telekommunikationsdienstleistungen, kräftige Zuwächse verbuchen konnten, litten andere Branchen im 2. Halbjahr unter zunehmender Zurückhaltung der Konsumenten.

„Nachdem die ersten sechs Monate des Jahres positiv verlaufen waren, mussten wir im weiteren Jahresverlauf feststellen, dass auch der Direktvertrieb gegen die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise nicht gefeit ist“, so Wolfgang Bohle, Geschäftsführer des Bundesverbandes Direktvertrieb, auf der Frühjahrspressekonferenz des Verbandes in Berlin.

Der von den Mitgliedsunternehmen gemeldete Umsatz ging von 1,830 Milliarden Euro im Jahr 2007 auf 1,738 Milliarden Euro im Jahr 2008 zurück (jeweils inkl. MwSt.). Das entspricht einem Rückgang von 5,03 Prozent. „Das traditionelle Vorweihnachtsgeschäft ist schwächer ausgefallen, als wir das erwartet hatten. Offenbar waren die Konsumenten durch die Finanzkrise, die immer weitere Kreise zog, so verunsichert, dass die Kaufbereitschaft deutlich nachließ. Die Außendienstmitarbeiter unserer Mitgliedsunternehmen haben weniger Verkaufsgespräche führen können als erwartet“, führte Bohle weiter aus.

Erschwerend kam hinzu, dass die Zahl der im Außendienst tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegenüber 2007 abnahm. Waren Ende 2007 noch rund 177.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für die Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes unterwegs, sind es Ende 2008 nur noch knapp 163.000 gewesen. Als Grund für diese Entwicklung nannte Bohle den Anstieg sozialversicherungspflichtiger Arbeitsverhältnisse im 1. Halbjahr 2008, wodurch der Bedarf an nebenberuflicher Beschäftigung zurückging.

Zum anderen ist die Zahl geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse im Jahr 2008 weiter angestiegen. So waren laut Deutscher Rentenversicherung im Dezember 2008 rund 6,8 Millionen geringfügige Beschäftigungsverhältnisse gemeldet – das sind 157.000 mehr als noch 2007, was einem Anstieg von 2,4 Prozent entspricht. „Die stark steigende Zahl an Minijobs bindet ein Arbeitskräftepotenzial, das nicht nur dem Direktvertrieb fehlt“, sagte Bohle.

Während die Anbieter klassischer Konsumgüter, wie zum Beispiel Haushaltswaren und Reinigungsmittel, vor allem im 2. Halbjahr 2008 unter mangelnder Kauflust zu leiden hatten, verzeichneten die Anbieter von Strom- und Gaslieferungen sowie von Telekommunikationsdienstleistungen ein deutliches Plus. Mit der Direkt-Service Energie, LichtBlick, Yello Strom und der Deutschen Telekom gehören dem Bundesverband gleich vier große Mitgliedsunternehmen aus diesem Sektor an.

Direkte Kundenansprache besonders wichtig

Wie Dr. Christian Friege, Geschäftsführer der „LichtBlick– die Zukunft der Energie GmbH & Co. KG“, auf der Pressekonferenz des Verbandes ausführte, spielt die  im hart umkämpften Energiemarkt eine besonders wichtige Rolle: „LichtBlick setzt auf einen Multi-Channel-Vertrieb, dessen Rückgrat der Direktvertrieb ist. Auch im vergangenen Jahr hat der Direktvertrieb unsere Erwartungen wieder übertroffen. Die Zahl der auf diesem Wege gewonnenen Neukunden ist 2008 um 20 Prozent gestiegen.“ Diesen Kurs wolle LichtBlick auch 2009 fortsetzen: „Die Wechselbereitschaft der Strom- und Gaskunden nimmt von Jahr zu Jahr zu. Gleichzeitig geht der Trend hin zu klimaverträglichen Produkten. Mit unserem ausschließlich aus regenerativen Energiequellen stammenden Strom und unserem umweltfreundlichen LichtBlick-Gas haben wir deshalb einen deutlichen Wettbewerbsvorteil und sind einer der am dynamischsten wachsenden Energieanbieter in Deutschland.“

Eine äußerst zufriedene Bilanz zieht auch die „Mary Kay Cosmetics GmbH“, die Produkte aus dem Bereich der Gesichtspflege und Dekorativkosmetik anbietet. „Wir sind zwar nicht so stark gewachsen wie in den Jahren zuvor, haben aber unseren Umsatz auch 2008 weiter steigern können“, so Elke Kopp, Geschäftsführerin von Mary Kay in Deutschland. Insgesamt waren für Mary Kay am Jahresende über 19.300 Schönheits-Consultants tätig, das sind fast 6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.“

(Redaktion)


 


 

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