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  • 14.04.2008, 13:59 Uhr
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  • Berlin
Konjunktur

Drei von vier Hightech-Firmen erwarten Umsatzplus

Die Hightech-Industrie blickt mit Zuversicht auf die Geschäftsentwick- lung im Jahr 2008. 73 Prozent der Unternehmen erwarten in Deutschland steigende Umsätze. 17 Prozent rechnen mit einem stabilen Geschäft und nur 10 Prozent mit Rückgängen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Bundesverban- des BITKOM in der IT- und Telekommunikations- branche (ITK) hervor.

„Die Investitionen in moderne ITK-Systeme steigen weiter an“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer bei der Vorstellung der Umfrage in Berlin. „Darauf deutet auch der hervorragende Verlauf der CeBIT hin. Die Unternehmen sind mit vollen Auftragsbüchern zurückgekehrt. Diese Aufträge bringen Schwung in die kommenden Monate.“

Software-Häuser und IT-Dienstleister erwarten steigende Umsätze

Eine besonders hohe Nachfrage verzeichnen Software-Häuser und IT-Dienstleister. Sie unterstützen Unternehmen, öffentliche Verwaltungen und Organisationen bei der Einführung und Pflege von IT-Systemen. 79 Prozent der Anbieter von Software und IT-Services erwarten im Jahr 2008 steigende Umsätze. Fast drei Viertel rechnen zudem mit höheren Gewinnen.

Hersteller von Computern hoffen auf Umsatzplus

Ein erfreulich positiver Trend zeigt sich bei den Herstellern von IT-Hardware. Fast zwei Drittel der Hersteller von Computern und anderen IT-Geräten erwarten ein Umsatzplus. „Das sind deutlich bessere Werte als vor einem Jahr“, sagte Scheer. „Der Verkauf höherer Stückzahlen führt endlich wieder zu steigenden Umsätzen – trotz des scharfen Preiswettbewerbs.“ Auch in der Kommunikationstechnik überwiegt der Anteil jener Firmen, die mit Zuwächsen rechnet.

ITK-Branche als Jobmotor

Das Umsatzwachstum führt bei vielen Unternehmen zu neuen Jobs. Laut der aktuellen Umfrage wollen 57 Prozent der ITK-Firmen im laufenden Jahr zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Ein Drittel will die Beschäftigtenzahl konstant halten und nur jede elfte Firma muss Stellen streichen. „Die Neueinstellungen entfallen überwiegend auf Software-Häuser und IT-Dienstleister. Sie haben bereits im letzten Jahr 17.000 zusätzliche Stellen geschaffen“, erklärte Scheer.

Fachkräfte fehlen

Seit dem Jahr 2002 sind in die- sem Segment 82.000 neue Jobs entstanden. Unter dem Strich erwartet der BITKOM in der gesamten ITK-Branche im Jahr 2008 einen Zuwachs von 4.000 auf 820.000 Beschäftigte. „Es könnten einige Tausend mehr sein, wenn es auf dem Arbeitsmarkt genügend IT-Spezialisten gäbe“, sagte Scheer. „Der Mangel an qualifiziertem Personal ist inzwischen ein unerfreulicher Dauerzustand.“ 65 Prozent der Unternehmen geben in der aktuellen Befragung an, dass der Expertenmangel ihre Geschäftstätigkeit bremst. Scheer: „Das ist ein neuer Negativrekord, seit wir die Umfrage im Jahr 2001 gestartet haben.“ Betroffen sind in erster Linie mittelständische Software-Häuser und IT-Dienstleister, die vor allem Hochschulabsolventen suchen. Jedes vierte Unternehmen muss Aufträge ablehnen, weil Mitarbeiter fehlen. Scheer: „Wenn Hightech-Projekte auf Eis gelegt werden, leidet nicht nur die ITK-Branche, dann leidet die gesamte Wirtschaft.“

(BITKOM e.V.)


 


 

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