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Einführung von Online-Shops

Open Source kann teuer werden

Eine branchenübergreifende Befragung von 278 Online-Händlern kommt zu dem Ergebnis, dass kostenfreie Open-Source-Lösungen in der Umsetzung häufig teurer werden als zunächst angenommen. Online-Händler unterschätzen oft die Kosten für eine Shop-Einführung.

Die Wachstums- dynamik des Online-Handels ist unge- brochen und immer mehr Händler zieht es in diesen Vertriebs- kanal. Am Anfang des Prozesses steht dabei die Frage, welche Kosten bei der Ein- führung eines Shops auf den Händler zukommen und mit welchen laufenden Kosten während des Betriebs gerechnet werden muss. Um hierzu Orientierung bieten zu können, hat das E-Commerce-Center Handel (ECC Handel) in Zusammenarbeit mit der XSITE GmbH das Whitepaper „Kostenstrukturen im Online-Handel“ erstellt.

Systemwechsel kann zum Problem werden

Die Befragungsergebnisse zeigen, dass der Preis eines Shop-Systems auf den ersten Blick eine untergeordnete Rolle spielt. Wichtiger bei der Wahl eines Anbieters sind die angebotenen Funktionalitäten sowie die Möglichkeit, den Shop auch nachträglich flexibel erweitern und anpassen zu können. Rund die Hälfte der befragten Online-Händler setzt bei ihrer Entscheidung auf zukunftsfähige Systeme. Überraschend ist hingegen, dass lediglich 17,3 Prozent auf eine Import-/Export-Funktion geachtet haben, obwohl mehr als jeder Dritte bereits einmal das Shop-System gewechselt hat und vermutlich damit konfrontiert war, Kunden- und Bestelldaten in ein neues System zu übertragen.

Planung schützt vor Kostenexplosion

Open Source-Lösungen, die auch aufgrund ihrer freien Verfügbarkeit häufig gewählt werden, entpuppen sich oft als deutlich teurere Variante als zuvor angenommen: 14,3 Prozent der Online-Händler, die Open-Source-Lösungen verwenden, rechneten mit Kosten von über 25.000 Euro. Zum Vergleich: 80 Prozent der Händler, die auf eine individuelle Shop-Lösung setzen, rechneten mit Kosten von circa 5.000 Euro. Insgesamt lagen bei jedem vierten Online-Händler die Ausgaben für die Implementierung über den erwarteten Kosten. Gründe hierfür sind neben der Systemintegration selbst auch fehlendes Know-how und erhöhter Personalaufwand. „Händler, die planen einen Online-Shop zu eröffnen, sollten sich bereits früh Gedanken über potenzielle Erweiterungen und zukünftige Anforderungen machen“ rät Aline Eckstein, Bereichsleiterin des ECC Handel am IFH Köln. Auf diese Weise kann verhindert werden, nicht doch noch von Kosten, die für Anpassungen im Nachhinein oder durch den Austausch eines Shop-Systems entstehen, überrollt zu werden“, so Eckstein weiter.

Marketing ist Kostentreiber Nummer eins

Neben den Fixkosten, die für die einmalige Einrichtung des Online-Shops anfallen, entstehen während des Shopbetriebs auch regelmäßige Kosten. Kostentreiber Nummer eins sind dabei Marketingausgaben. 44,4 Prozent der befragten Online-Händler gaben an, dass diese der größte Block unter den laufenden Kosten seien – für jeden Vierten ist dies immerhin der zweitgrößte Treiber. Vor allem die Themen Suchmaschinenmarketing und -optimierung stehen dabei oben auf der Liste. Die Positionen „Redaktion und Content-Pflege“ (78,4 Prozent), die regelmäßigen Kosten für das Shop-System (70,3 Prozent) sowie Kosten, die während der
Kaufabwicklung entstehen (62,3 Prozent), folgen auf den Plätzen zwei, drei und vier der laufenden Ausgaben.

Das Whitepaper kann ab sofort kostenfrei auf der Website der XSITE GmbH sowie auf der Website des ECC Handel heruntergeladen werden.

(Redaktion)


 


 

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