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Einzelhandel

Jugenschutz das ganze Jahr

"Der Jugendschutz und das Alkoholverkaufsverbot an Jugendliche sind für den Einzelhandel von großer Bedeutung", sagte heute in Berlin Franz-Martin Rausch, verbraucherpolitischer Experte des Handelsverbands Deutschland (HDE).

Die Handelsunternehmen seien sich ihrer Verantwortung bewusst. Sie würden ihre Mitarbeiter in Fragen des Jugendschutzes intensiv schulen. Viele Unternehmen würden auf individuelle Schulungsprogramme setzen, die vor allem den Mitarbeitern an den Kassen die eindeutigen Vorgaben des Jugendschutzgesetzes vermitteln würden: Bier und Wein erhalten Kunden, die über 16 Jahre alt sind, Spirituosen gibt es erst ab 18.

"Die konsequente Alterskontrolle ist der wichtigste Baustein zur Einhaltung des Jugendschutzes im Einzelhandel“, sagte Rausch. "An der Kasse muss sich das Personal davon überzeugen, dass ein Kunde das entsprechende Alter für den Alkoholkauf hat." Unterstützt werde dies zunehmend durch moderne Kassenwarnsysteme, die die Kontrolle des Alters einfordern. Viele Einzelhandelsunternehmen würden zudem an der Schulungsinitiative Jugendschutz (Schuju) teilnehmen. Der HDE sei Kooperationspartner dieser Initiative. die vom Arbeitskreis ‚Alkohol und Verantwortung’ des Bundesverbands der Deutschen Spirituosen-Industrie und –Importeure initiiert worden sei. "Über SchuJu können Einzelhandelsmitarbeiter sich über eine Online-Schulung mit den Bestimmungen des Jugendschutzes vertraut machen", erläuterte der HDE-Experte. Ein weiterer Schwerpunkt sei die möglichst frühzeitige Schulung von Auszubildenden.

"Der Handel leistet seinen Beitrag zu einer konsequenten Einhaltung der strikten gesetzlichen Vorgaben", stellte Rusch fest. Aber selbst die strikte Kontrolle im Handel hilft nicht, wenn sich die Jugendlichen auf anderem weg Alkohol verschaffen, etwa über die Familie oder Freunde. "Verbotene Erzeugnisse dürfen am Ende nicht doch auf Umwegen in die Hände von Kindern und Jugendlichen gelangen. Das ist die Aufgabe aller gesellschaftlichen Gruppen. Sie müssen zusammenwirken, um das Grundproblem des steigenden und übermäßigen Alkoholkonsums bei Jugendlichen zu lösen“, forderte Rausch.

(HDE)


 


 

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