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Zukunft der Mobilität

Studierende entwickeln Zukunftskonzept im Auftrag der Vattenfall Europe AG zum Thema Elektromobilität

Was bei Vattenfall Europe im aktuellen Hype um Elektromobilität zwischen Stapeln von Förderanträgen und Pilotprojekten übersehen wurde, haben fünf Studierende der UdK Berlin nach 6-monatiger Zusammenarbeit jetzt aufgedeckt: Ein grüner Stempel für das Fahren mit Strom reicht nicht aus – vor allem nicht, wenn man Vattenfall heißt.

Um das Thema als Energieversorger wirklich nutzen zu können, haben Stephanie Algermissen, Sandra Broschat, Susann Kramer, Sandra Y. Richter und Steven Schepurek nicht nur umfangreiche Experteninterviews durchgeführt, sondern das Thema in die Zeitmaschine gesteckt. In einem Szenario -Workshop mit leitenden Angestellten von u.a. der Daimler AG, dem Bundesministerium für Umwelt sowie dem Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel entwickelten die Studierenden vier Szenarien für das Jahr 2020: Im Gegensatz zu renommierten Unternehmensberatungen wie McKinsey betrachtete das Team die Zukunft der Mobilität dabei aber nicht nur technik- und zahlenfokussiert, sondern auch anhand seiner weichen Faktoren. So stellte das Team heraus, dass nicht nur Ölpreis und Batteriereichweite relevant sind, sondern das Thema vor allem von politischer Förderung und der Akzeptanz der Endnutzer abhängt.

Der Tradition ihres Studiengangs Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation folgend, setzten die Studierenden auf Interdisziplinarität und Kundenorientierung. Darauf aufbauend entwickelten sie eine passgenaue Strategie für den Projektpartner Vattenfall. Mit dem Ziel, in 2020 mehr als die von der Bundeskanzlerin geforderten 1 Mio. Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu bringen, wird Vattenfall aufgefordert, die Zukunft des Themas proaktiv mitzugestalten. Dafür legten die Studierenden den Leitern der Kommunikation, Andreas Parchmann und Stefan Müller, einen integrierten Plan vor. Im Kern der Strategie steht die dezidierte Akquise von Unternehmen mit Fuhrparks, um Elektromobilität möglichst schnell und in großer Stückzahl erlebbar, erzählbar und sichtbar zu machen.

Dem liegt vor allem die Erkenntnis zugrunde, dass in jedem Dienstwagen immer auch eine Privatperson sitzt. Für diese ist die Technik heute oft noch zu teuer und mit zu vielen Beschränkungen verbunden. Wer aber feststellt, dass die neue Technik heute schon im Alltag problemlos funktioniert, erzählt dies auch weiter und ebnet so den Weg für die breite Akzeptanz von Elektromobilität. Dazu darf Vattenfall aber seine Kunden nicht nur als Lesenummer auffassen, sondern muss selbst zum Lösungsanbieter und kompetenten Ansprechpartner rund um das Thema Elektromobilität werden. Damit einher geht auch eine kommunikative Etikettierung, um die technische Innovation für Endverbraucher greifbar zu machen sowie sich von Wettbewerbern wie RWE und E.On abzugrenzen. Die Studierenden konkretisierten diese Anforderung in Form eines kreativen Leitbildes. Von diesem kommunikativen Zugang zeigte sich Vattenfall begeistert und möchte sich in den kommenden Wochen gemeinsam mit der Projektgruppe über das weitere Vorgehen austauschen.

(Redaktion)


 


 

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