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Änderungen 2010

Energie und Umwelt - Was sich für Verbraucher ändern wird!

Gleich zu Beginn und im Laufe des neuen Jahres müssen sich Verbraucher wieder auf zahlreiche Änderungen einstellen. Hier erhalten Sie nützliche Tipps zu Energie und Umwelt im nächsten Jahr.

Batterien und Akkus

Sammeln und Recyceln ausgedienter Batterien und Akkus sollen bereits ab 1. Dezember 2009 besser gewährleistet und stärker kontrolliert werden. Hersteller und Importeure dürfen Batterien und Akkus künftig nur noch in Verkehr bringen, wenn sie sich zuvor beim Umweltbundesamt registriert und angegeben haben, wie das Recycling organisiert wird. Unerheblich ist, ob die Batterien separat verkauft werden oder in Geräten enthalten sind. Nach wie vor muss jeder Hersteller Altbatterien, Knopfzellen und Akkus zurücknehmen und einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuführen. Die Rücknahme wird nach wie vor über Sammelstellen in den Geschäften abgewickelt. Kommunen können diesen Service ebenfalls anbieten.

Künftig muss auch der Versandhandel Altbatterien und Akkus zurücknehmen. Zudem sind die Hersteller verpflichtet, Kunden über die Bedeutung des Recycelns und die schädlichen Auswirkungen von Batterien auf Umwelt und Gesundheit zu informieren. Alle Batterien und Akkus müssen mit dem Symbol der "durchgestrichenen Mülltonne" gekennzeichnet sein. Darüber hinaus beschränkt die neue gesetzliche Regelung die Verwendung von Cadmium und Quecksilber und schreibt verbindliche Rücknahmequoten vor.

Glühlampen

Ab 1. September 2010 ist das Aus für einen weiteren Teil von Glühlampen beschlossene Sache: Ab dann dürfen keine klaren Standardlampen ab 75 Watt mehr in den europäischen Handel gebracht werden. Das Verbot betrifft auch einige energieeffiziente Halogenleuchten mit 75 Watt. In diesem Segment sind künftig nur noch Produktion und Handel in den Effizienzklassen B und C erlaubt. Bereits im Markt lagernde Glüh- und Halogenlampen dürfen die Händler über den Stichtag hinaus noch verkaufen.

Haushalts- und Bürogeräte

Bei der Steigerung der Energieeffizienz ist das Aus für die Glühbirne erst der Anfang. Um den Stromverbrauch bei Haushalts- und Bürogeräten flächendeckend und dauerhaft zu senken, treten ab 2010 schrittweise weitere Regeln im Rahmen der so genannten Ökodesign-Richtlinie der EU in Kraft – etwa für Waschmaschinen und Trockner, Kühl- und Gefriergeräte, Computer und Staubsauger, Klimaanlagen und Lüftungstechnik (zum Beispiel bei Fenstern). Bei folgenden Ausstattungen und energiebetriebenen Geräten müssen Hersteller die EU-Effizienzvorgaben bereits im nächsten Jahr beachten:

  • Stand-by-Betrieb: Vom 7. Januar 2010 an darf der Stromverbrauch neuer Haushalts- und Bürogeräte im Bereitschaftsbetrieb (Stand-by-Modus) je nach Funktionsumfang 1 bis 2 Watt nicht überschreiten. Ziehen die Neulinge auf dem Markt auch im absoluten Off-Betrieb noch Strom aus der Steckdose, muss der Verbrauch künftig unter 1 Watt liegen. Mit weiteren Verschärfungen in den kommenden Jahren will die EU erreichen, dass sich der Stromverbrauch für alle in Europa verkauften Produkte im Stand-by-Betrieb bis 2020 um fast drei Viertel verringert.
  • Fernseher: Ab 20. August soll jedes neue Gerät maximal so viel Strom verbrauchen wie ein zurzeit verkauftes Durchschnittsgerät. Die Vorgaben für einzelne Modelle orientieren sich an der Bildschirmgröße und werden ab April 2012 erneut verschärft. Ab August 2011 muss jeder Fernseher zudem mit einer automatischen Stand-by-Schaltung ausgestattet sein.
  • Kühl- und Gefriergeräte: Für Kühl- und Gefrierschränke gelten die neuen Verbrauchsobergrenzen ab Juli. Die Messlatte für den Verbrauch wird bis Juli 2015 noch zwei weitere Male niedriger gehängt. Geräte der heutigen Energieklassen "B" bis "G" werden ab Sommer bereits vom Markt verschwinden. Ab Juli 2013 darf auch die heutige A-Klasse nicht mehr in den Handel gebracht werden. Übrig bleiben nur Kühl- und Gefriergeräte, deren Verbrauch derzeit mit dem Siegel "A+" oder "A++" angegeben ist.
  • Externe Netzteile: Bei externen Netzteilen von Haushalts- und Bürogeräten sollen ab 27. April niedrigere Verbrauchswerte dafür sorgen, dass mögliche Stromverluste bis zum Jahr 2020 um fast ein Drittel verringert werden.
  • Digitalempfänger: Für Digitalempfänger und für so genannte Set-Top-Boxen mit HD-Funktion gelten künftig neue Energieeffizienzvorgaben. Die Energieverbrauchswerte von Digitalempfängern werden ab dem 25.Februar 2010 in zwei Stufen (2. Stufe am 25.Februar 2012) auf maximal 5 Watt im Betriebsmodus und 0,5 Watt im Stand-by-Betrieb reduziert. Die Ausnahme bilden Set-Top-Boxen mit HD-Funktion: Diese dürfen ein paar Watt mehr verbrauchen (8 Watt im Betrieb ab 2010, 6 Watt ab 2014). So soll der Energieverbrauch dieser Empfangsgeräte bis 2014 europaweit um 65 Prozent reduziert werden. Außerdem müssen sie in Zukunft - wie Fernsehgeräte- über ein automatisches Switch-Off verfügen.

Strom- und Gaszähler

Ab Januar muss in Neubauten und bei umfassenden Umbauten in bestehenden Gebäuden eine neue Ablesetechnik für Strom und Gas Einzug halten. Die Installation intelligenter Zähler – auch Smart Meter genannt – macht es möglich, den Gas- und Stromverbrauch von Haushalten aus der Ferne elektronisch abzulesen. Die jährliche Ablesung der Zählerstände vor Ort wird damit überflüssig.

Die neuen Zähler sind nicht nur in der Lage, den Verbrauch zu messen, sondern sie können auch den jeweiligen Zeitraum des Energieverbrauchs erfassen und somit Aufschluss über das eigene Verbrauchsverhalten und die damit verbunden Energiekosten liefern. Verbraucher, die von dem neuen Service profitieren wollen, können auf Wunsch die neuen Energiezähler von einem Messstellenbetreiber (Anbieter von Zählern) einbauen lassen. Dieser kann, muss aber nicht mit ihrem jeweiligen Versorgungsunternehmen identisch sein.

Stromtarife

Ab Ende 2010 sind die Versorgungsunternehmen verpflichtet, einen Tarif für Strom anzubieten, der hilft, den Verbrauch zu reduzieren bzw. auf weniger ausgelastete Zeiten zu lenken: Ist die Netzauslastung niedrig, wird der Stromverbrauch billiger – und umgekehrt. Kunden erhalten damit die Möglichkeit, ihren Konsum zu überdenken und einen Teil ihres Energieverbrauchs auf preisgünstigere Zeiten zu verlagern.

(Redaktion)


 


 

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