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"Existenzgründer benötigen individuelle Konzepte statt Angebote von der Stange“

Nun ist es offiziell: Viele Beratungsstellen für Existenzgründer sind nicht ausreichend, um einen optimalen Start in die Selbständigkeit zu gewährleisten. Das belegt eine Studie der Stiftung Warentest vom Oktober dieses Jahres, die in der Zeitung Finanztest veröffentlicht wurde. Der Untersuchung zufolge sei zwar die Servicebereitschaft der Beratungsstellen der Industrie- und Handelskammern, der Handwerkskammern und anderer öffentlicher Einrichtungen sehr hoch, es fehle aber an einer intensiven Beurteilung und Auseinandersetzung mit der Gründerpersönlichkeit.

 „Das sind häufig Lösungen von der Stange“, moniert Jens Wörmann, der seit vielen Jahren im Verbund der mehr als 130 Ultimo-Partner in ganz Deutschland Existenzgründer berät, unterstützt und in die Selbständigkeit begleitet. Eine erfolgreiche Gründung hänge von vielen Faktoren ab. Entscheidend seien neben der eigentlichen Geschäftsidee, einem umfassenden Businessplan und einer soliden Finanzierung vor allem auch die individuellen Eigenschaften des Gründers. Rückhalt in der Familie, das Bewusstsein, was eine Selbständigkeit an Arbeit und Zeit bedeutet und vor allem die persönlichen und fachlichen Erfahrungen und Kompetenzen seien zu beachten.

Die Ursache unzureichender Gründungsberatungen, so Wörmann, liege vor allem darin, dass bei Kammern und Behörden keine Praktiker als Berater eingesetzt werden. „Angestellte und Beamte, die selbst noch kein Unternehmen gegründet und geleitet haben, können nicht alle notwendigen Faktoren umfassend einschätzen“, meint Wörmann. Theorie und die Vermittlung des Wissens, wo welche Genehmigung und behördliche Anmeldung zu erfolgen habe, stünden leider oft im Vordergrund. Besser sei es laut Wörmann, Unternehmens-Praktiker als Berater zu wählen oder zumindest ergänzend zu befragen.

Gute Gründungsbegleiter müssten nicht teuer sein, ergänzt der erfahrene Unternehmensberater. Auch gebe es schon für die ersten Beratungsschritte öffentliche Zuschüsse, die jeder Existenzgründer in Anspruch nehmen könne. Viele Gründungen scheiterten schon bei der Erstberatung. Deshalb rät Wörmann: „Gründer sollten sich immer für einen Berater entscheiden, der auch über die Erstberatung hinaus begleitet und coacht. Mit pauschalen Einmalaktionen ist dem Gründer oftmals nicht geholfen.“

(Redaktion)


 


 

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