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IWH-Konjunkturexperte

Experte sieht Ostdeutschland weniger von der Krise betroffen

(bo/ddp.djn). Die Rezession trifft Ostdeutschland nach Einschätzung des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) weniger hart als die alten Länder. Während die Schrumpfungsrate der verarbeitenden Industrie im Westen im Winterhalbjahr bei mehr als vier Prozent gelegen habe, «hat sie im Osten immer noch knapp die Vier-Prozent-Marke verfehlt», sagte IWH-Konjunkturexperte Udo Ludwig der «Leipziger Volkszeitung» (Freitagausgabe) laut Vorabbericht. Die Gründe lägen vor allem in der geringeren Abhängigkeit der ostdeutschen Wirtschaft vom Export.

Auch die Binnennachfrage sei in den neuen Länder weniger zurückgegangen als in Westdeutschland, sagte Ludwig. Für 2009 rechne er in Ostdeutschland mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von knapp zwei Prozent, während es im Westen um rund drei Prozent abnehmen werde.

Deutliche Ost-West-Unterschiede wird es nach Ansicht des Konjunkturforschers auch beim verarbeitenden Gewerbe geben. So prognostizierte Ludwig für Ostdeutschland ein Minus von vier bis fünf Prozent, während der Rückgang im Westdeutschland mit acht bis zehn Prozent doppelt so hoch ausfallen werde. Mit einer konjunkturellen Erholung sei erst für Anfang 2010 zu rechnen.

(Redaktion)


 


 

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