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Familienfreundliches Bielefeld

Familienfreundlichkeit geht nur gemeinsam

Das Lokale Bündnis für Familie Bielefeld hat Verena Schrandt-Klassen, ElternService AWO OWL und Melanie Wicht, Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld, zu ihren neuen Spreche-rinnen gewählt.

Im Rahmen des letzten Bündnistreffens dankten sie den bisherigen Sprecher/innen Rolf Erdmeier vom Familienbund der Katholiken und Gabriele Stillger vom Bezirksverband der Arbeiterwohlfahrt OWL für das Engagement in den vergangenen Jahren und zogen Bilanz über das bisher Erreichte.  So sei Bielefeld in den vergangenen Jahren mit dem Thema Familienfreundlichkeit ein gutes Stück vorangekommen. Die Stadt habe sich mit ihrem Konzept „Familienfreundliches Bielefeld“ einen ehrgeizigen Zielekatalog gesetzt. Mit der Eröffnung des Familienbüros und dem neuen Familienportal seien bereits erste wichtige Meilensteine erreicht worden. „Andere wichtige Ziele müssen noch umgesetzt werden“, beurteilt Schrandt-Klassen die aktuelle Situation. So seien wichtige Handlungsfelder die Stärkung der Lebens- und Wohnqualität für Familien und eine qualitative und quantitative Verbesserung der Kinderbetreuung.

Auch die Zusammenarbeit mit Bielefelder Unternehmen sei mit Blick auf eine familienfreundlichere Arbeitswelt auf jeden Fall noch ausbaufähig. Auch für die Unternehmen spiele das Thema Familienfreundlichkeit mit Blick auf den Wettbewerb um die besten Köpfe eine bedeutende Rolle, deren sich aber noch nicht alle Unternehmen bewusst seien. Dies belege eine aktuelle Studie der REGE mbH. „Es muss nicht gleich eine Betriebskindertagesstätte sein, auch kleine, kostengünstige Maßnahmen fördern die Familienfreundlichkeit eines Unternehmens“, stellt Melanie Wicht klar. Die Erfahrung zeige, dass insbesondere maßgeschneiderte, am wirklichen Bedarf der Beschäftigten orientierte familienfreundliche Maßnahmen große Wirkung entfalten könnten. Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Karriere erfordere aber auch ein gesellschaftliches Umdenken, kommentieren die Sprecherinnen die aktuelle Diskussion über die Einführung von Frauenquoten in UnterUnternehmen und führen fort: „So lange die Bewerbung einer Frau nicht grundsätzlich als gleichwertig betrachtet und vollzeitarbeitende Mütter in ihrem privaten und beruflichen Umfeld als "Rabenmütter" gelten, werden Frauen im Beruf und bei der Karriere das Nachsehen haben.“

Hier könnten spezielle Programme in den Unternehmen und eine "frauensensible" Personalpolitik die Situation verbessern. Das Bündnis wolle auch hier ansetzen und biete eine breite Plattform, die allen Interessierten offen stehe. Es wolle transparent machen, welche Angebote und Lösungen bereits existieren, neue, geeignete Konzepte entwickeln, fördern und zeitnah umsetzen. Ziel des Bündnisses sei es, möglichst viele Multiplikatoren und Entscheidungsträger für ein breites Bündnis für Familien zu vernetzen. Mittlerweile habe das Bündnis 35 Mitglieder aus Wirtschaft, Verbänden, Kommune und Institutionen.

(Redaktion)


 


 

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