Weitere Artikel
Entlassungen

Kienbaum Studie: Drohende Entlassungswelle überfordert deutsche Firmen

Große Unternehmen sind gut auf Entlassungen vorbereitet

Die DAX-Unternehmen sind im Vergleich zum Mittelstand gut auf die Personalveränderungsprozesse vorbereitet: Insbesondere Großkonzerne haben in den vergangenen Jahren Maßnahmen und Systeme zur kurzfristigen Personalanpassung entwickelt. Großunternehmen verfügen außerdem über ein erfahrenes Projektmanagement. Hier sind die Personalabteilungen in der Lage, solche Prozesse eigenständig abzuwickeln. Zudem haben alle befragten Unternehmen der DAX-Gruppe ein Risikomanagementsystem für Personalveränderungsprozesse implementiert, deren einzelne Bestandteile jedoch meist nicht vernetzt sind. „Grundsätzlich ist es möglich, einzelne Risikofaktoren, die das Personal betreffen, zu erkennen, zu bewerten und zu steuern. Ein Überblick aller Faktoren und deren Wechselwirkungen ist so hingegen nicht möglich“, sagt Max Scholz.

Mittelstand ist schlecht gewappnet

Vor allem der Mittelstand ist jedoch schlecht auf die anstehenden Entlassungen vorbereitet. Dort kommt erschwerend hinzu, dass viele Personalabteilungen zu wenig Kapazität und Know-how für den Personalabbau haben. Beispielsweise stimmen nur 30 Prozent der mittelständischen Firmen ihre Geschäftsstrategie mit ihrer Personalstrategie ab. HR-bezogene Risikomanagementsysteme sind im Mittelstand fast überhaupt nicht implementiert.

Automobilindustrie ist gerüstet für Personalabbau

Die krisengeplagte Automobilindustrie ist hingegen gut für den anstehenden Personalabbau gewappnet: 82 Prozent der befragten Unternehmen verfügen über kurz-, mittel- und langfristige Steuerungsmaßnahmen im HR-Bereich. Die Mehrheit ist noch in der Lage, den Personalabbau sozialverträglich abzufedern. Nachholbedarf hat die Automobilbranche beim Risikomanagement: Nur knapp die Hälfte der Unternehmen verfügt über ein implementiertes Risikomanagementsystem.

Unternehmen haben Nachholbedarf beim Change Management

Nur die Hälfte der Mittelständler holt sich externe Change Management-Expertise ins Haus, um die Restrukturierungsmaßnahmen zu begleiten, oder verfügt selbst über solches Know-how. Ebenso wenige Unternehmen kommunizieren diese Maßnahmen gezielt nach innen und außen. Auch hier sind Konzerne besser aufgestellt: 90 Prozent der befragten Großunternehmen verfügen über interne Change Management-Einheiten oder arbeiten mit externen Change Management-Experten zusammen und kommunizieren Veränderungen professionell nach innen und außen. Die meisten befragten Unternehmen sehen jedoch noch Verbesserungspotenzial bei Schnelligkeit und Umfang der Kommunikation an ihre Mitarbeiter.

(Redaktion)


 


 

Max Scholz
DAX-Unternehmen
Personal
Mittelstand
Kündigungen
Change Entlassungen
Personalveränderungsprozesse
Personalabteilung
Restrukturierungsexperte
HR-bezogene Risikomanagementsysteme
Firmen

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Max Scholz" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: