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Verluste auf dem Aktienmarkt

Deutscher Aktienmarkt schließt schwächer

Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag mit Verlusten geschlossen. Belastend wirkte erneut die Schuldenkrise Griechenlands und die Unsicherheit über das weitere Vorgehen der EU.

Der DAX verlor 0,6 Prozent auf 5503 Punkte. Zuvor war der Leitindex bis auf 5454 Zähler abgesackt, hatte sich aber im Sog der Erholung an der New Yorker Wall Street am späten Nachmittag etwas gefestigt. Der MDAX fiel um 0,1 Prozent auf 7345 Zähler, und der TecDAX schloss auf dem Vortagesniveau von 781 Punkten. Die US-Indizes legten bis zu frühen Abend dagegen deutlich zu, obwohl die ersehnte Lösung für Griechenland ersten Reaktionen zufolge nicht zur vollsten Zufriedenheit ausgefallen ist. Händler kritisieren den «Mangel an Details» bei den Hilfsmaßnahmen der EU.«So lange keine genauen Pläne bekannt sind, wird die Zurückhaltung anhalten», sagte ein Händler. Der Dow-Jones-Index stieg bis 17.55 Uhr MEZ um 0,9 Prozent auf 10129 Punkte, der Nasdaq Composite gewann 0,8 Prozent auf 2166 Zähler.

Als günstig werteten Marktteilnehmer die Erstanträge auf Arbeits-losenhilfe, die auf Wochenbasis stärker als erwartet zurückgegangen sind. Der Euro kam Donnerstagnachmittag unter starken Druck. «Der Euro verliert wegen der Aussagen auf dem EU-Sondergipfel auf ganzer Linie», sagte ein Händler. Von dort seien nur Absichtserklärungen bekanntgeworden. Am Abend wurde die Gemeinschaftswährung zu 1,3638 Dollar gehandelt, nach 1,3726 Dollar am Mittag. Die Europäische Zentralbank ( EZB ) legte einen Referenzkurs von 1,3718 Dollar fest. Stärkster Verlierer im DAX waren Deutsche Lufthansa mit einem Abschlag von 3,2 Prozent auf 10,96 Euro.

Volkswagen gaben 3,0 Prozent auf 57,15 Euro nach, und Daimler fielen um 2,6 Prozent auf 32,77 Euro zurück. Die Automobilwerte werden gedrückt durch Renault, die am Morgen enttäuschende Geschäftszahlen veröffentlicht hatten. Auch Deutsche Bank und Deutsche Post verloren jeweils mehr als zwei Prozent. Gesucht waren vor allem Fresenius. Die Aktie verteuerte sich um 1,6 Prozent auf 49,07 Euro. Die Papiere der Tochter Fresenius Medical Care stiegen um 1,1 Prozent auf 36,86 Euro. Infineon verbesserten sich um 1,5 Prozent auf 4,06 Euro. In der zweiten Reihe standen vor allem Continental unter Druck, die sich um 6,4 Prozent auf 34,69 Euro verbilligten. Gerresheimer gaben 4,7 Prozent auf 22,29 Euro nach. An der Spitze der Gewinner lagen Rhön-Klinikum und Aurubis, die beide am Donnerstag Zahlen vorgelegt hatten. Der Krankenhauskonzern legte 4,4 Prozent auf 18,03 Euro zu, und der Kupferhersteller stieg um 4,3 Prozent auf 31,40 Euro.

Im TecDAX standen Dialog Semiconductor an der Spitze der Gewinner. Der Halbleiterspezialist hat im neunten aufeinanderfolgenden Quartal einen Gewinn verbucht. Die Aktie verteuerte sich daraufhin um 10,6 Prozent auf 10,68 Euro. Bechtle stiegen um 2,3 Prozent auf 19,44 Euro. Unter Druck standen einmal mehr die Solarwerte. Allen voran verbilligten sich Solarworld um 4,6 Prozent auf 11,07 Euro. Deutlich schwächer schlossen auch Q-Cells, Phoenix und Centrotherm.

(Redaktion)


 


 

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