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10 Fragen zu 2010

Fritz-Wilhelm Pahl, geschäftsführender Gesellschafter der Bette GmbH & Co. KG

Für Fritz-Wilhelm Pahl hat die deutsche Sanitärwirtschaft allen Grund, selbstbewusst, zuversichtlich und optimistisch in die Zukunft zu blicken.

1.) Wie beurteilen Sie die aktuelle wirtschaftliche Lage in Ihrer Branche?

Fritz-Wilhelm Pahl: Der deutsche Sanitärmarkt hat sich in der derzeitigen weltweiten Wirtschaftskrise im Vergleich zu vielen Ländern als außerordentlich stabil erwiesen. Die Erfahrungen in der Krise werden bei vielen Industriebetrieben zu einer Rückbesinnung auf den deutschen Markt führen. Diese Entwicklung mag den Wettbewerb verschärfen, sie wird in der Summe aber unserer Branche gut tun.

2.) Wie deutlich haben Sie 2009 die Ausmaße der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise gespürt?

Fritz-Wilhelm Pahl: Die Absatzlage in Deutschland ist noch vergleichsweise stabil, sieht man beispielsweise nach Großbritannien, wo wir mit einer ausgeprägten Nachfrageschwäche und einem dramatischen Währungsverfall zu kämpfen haben, oder in die Niederlande, wo wir ein deutliches Minus hinnehmen mussten. Auch in etlichen Märkten außerhalb der EU gab es Rückgänge, weil die Finanzierung größerer Bauvorhaben zunehmend schwieriger wird.

3.) Wird dieses Jahr weiterhin ein Jahr der Krise oder eines des Aufschwungs sein?

Fritz-Wilhelm Pahl: Die deutsche Sanitärwirtschaft hat allen Grund, selbstbewusst, zuversichtlich und optimistisch in die Zukunft zu blicken. Natürlich sind noch viele Schularbeiten zu erledigen, auf allen drei Stufen unseres Vertriebsweges und in vielen Unternehmen. Diese sind bekannt und ich bin überzeugt, dass die gegenwärtige Krise uns auch darin helfen wird, die Schwachstellen zu erkennen und, so hoffe ich, gemeinsam zu beseitigen.

4.) Was sind die wichtigsten Trends, die Ihre Branche in diesem Jahr maßgeblich bestimmen werden?

Fritz-Wilhelm Pahl: Mit der Verbreitung des Wellness-Gedankens begann ein Trend zu größeren Duschen und Wannen, wobei die Dusche an Bedeutung gewinnt. Der Trend zu bodengleichen und größeren Duschplätzen wird sich fortsetzen. Außerdem ist das Prinzip einer durchgehenden Gestaltungslinie immer stärker gefragt. Neben Design und Optik wird aber auch die Funktionalität immer wichtiger. In Deutschland wird der Renovierungsmarkt eine noch größere Bedeutung erlangen. Die Deutschen haben inzwischen das Badezimmer auf den ersten Platz Ihrer Wunschliste für Renovierungsarbeiten gesetzt

5.) Welche Chancen und Risiken wird das Jahr 2010 für Sie bringen?

Fritz-Wilhelm Pahl: Bette hat in den letzten Jahren in neue Produkte, Produktion und Logistik erheblich investiert. Wir sehen uns gut aufgestellt. Wir sind mit Zuversicht überzeugt davon, dass wir die Chancen in der derzeitigen Krise erkennen und wahrnehmen werden.

6.) Welche Zielsetzungen haben Sie sich für dieses Jahr vorgenommen?

Fritz-Wilhelm Pahl: Unsere Position als Premium-Lieferant weiter festigen und mit unseren Neuentwicklungen unsere Position im Markt weiter stärken.

7.) Sind Sie mit dem Standort Ostwestfalen-Lippe und dessen Image zufrieden? Welche Faktoren schätzen Sie besonders? Oder haben Sie diesbezüglich Verbesserungsvorschläge?

Fritz-Wilhelm Pahl: Ja. Als mittelständisches und Standort verbundenes Unternehmen können wir in Ostwestfalen auf eine lange Tradition zurück blicken. Seit 1952 sind wir als Spezialist für Stahlumformung und –veredelung am Markt und produzieren nach wie vor zu 100 % am Standort Delbrück mit speziellen Verformungs- und Glasurtechniken, über die Bette exklusiv verfügt. Wir haben motivierte und leistungsfähige Mitarbeiter, verfügen über eine hohe Spezialisierung und hochautomatisierte Fertigung und sind unserem Standort Ostwestfalen-Lippe auch in Zukunft treu verbunden.

8.) Was war für Sie das Highlight 2009? Welches Thema hat Sie im vergangenen Jahr neben der Wirtschaftskrise am meisten beschäftigt – sowohl positiv als auch negativ?

Fritz-Wilhelm Pahl: Das positive Highlight war die Geburt unseres 3. Enkelkindes. Extrem negativ habe ich empfunden, dass CDU/CSU und FDP nach erfolgreicher Wahl den Neuanfang nicht gewagt haben.

9.) Wer hatte Ihrer Meinung nach 2009 den schwierigsten Job?

Fritz-Wilhelm Pahl: Jeder Unternehmer, der 2009 verantwortungsbewusst und nach den Tugenden des ehrbaren Kaufmanns gehandelt hat, hatte einen schweren, zumindest keinen leichten Job.

10.) Haben Sie für das Jahr 2010 ein bestimmtes Motto?

Fritz-Wilhelm Pahl: Bette sieht jetzt und in der Zukunft seine Position „Natürlich im Bad“ – das ist auch unser Motto.

www.bette.de

(Redaktion)


 


 

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