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IHK Lippe

IHK-Konjunkturumfrage Tourismus Frühjahr 2011

Bettensteuer und Unternehmensnachfolge dämpfen Erwartungen

Lippische Hoteliers und Gastronomen blicken eher skeptisch in die Zukunft: Die Diskussion um die Bettensteuer verunsichert die Gäste. Darüber hinaus steht das Gastgewerbe vor großen Herausforderungen bei der Unternehmensnachfolge. Dies spiegelt sich in den Ergebnissen der traditionellen Saisonumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lippe zu Detmold wider: Nach zwei Jahren Aufwärtstrend fällt der Konjunkturklimaindikator zurück auf 97,5 Prozentpunkte.

"Die Gäste würden kaum Verständnis für eine sogenannte Bettensteuer aufbringen. Es ist zu befürchten, dass einige der lippischen Betriebe schließen könnten", stellt Axel Martens, Hauptgeschäftsführer der IHK Lippe, fest. Außerdem sei die Zulässigkeit der Steuer auf Beherbergungsleistungen als Abgabe zur Förderung der Kultur rechtlich sehr umstritten.

Drei von zehn der Unternehmer verleihen der aktuellen Geschäftslage die Note "gut". Ebenso viele beurteilen sie als "schlecht". Die Hoteliers vergeben deutlich schlechtere Noten als die Gastronomen. Die Zahl der Übernachtungen ist im Vergleich zur vergangenen Saison gesunken. Die Gäste sind noch immer sparsam, sie haben den Aufschwung noch nicht verinnerlicht und buchen eher nur zwei als drei Nächte. Die Gastronomen melden dagegen zusätzliche Umsätze.

Die Befragten hoffen auf einen guten Sommer. Ein Viertel blickt positiv auf die kommende Saison. Eine bessere Vermarktung der Region wird gefordert. Eine Sensation wie das Varusjahr benötige Lippe in jedem Jahr, merkt ein Hotelier an.
Die Preise bleiben stabil: Vier Fünftel der Betriebe wollen keine Preiserhöhungen vornehmen. Die Personalstärke soll überwiegend beibehalten werden. Acht Prozent der Antwortenden wollen zusätzlich Personal einstellen.

Die Investitionsabsichten sind nach einer Hochphase im vergangenen Jahr wieder rückläufig. Ein Drittel will den Rotstift ansetzen, ein Viertel informiert über eine Erhöhung der Investitionsausgaben. Insbesondere die Beherbergungsbetriebe haben die Ausgaben für Kapazitätserweiterungen wieder auf null zurückgefahren.

Im lippischen Gastgewerbe steht in der Zukunft ein großer Generationswechsel bevor: Vier von zehn der Befragten suchen innerhalb der nächsten fünf Jahre einen Nachfolger. Drei von zehn Unternehmern können eine Regelung innerhalb der Familie treffen, ein Fünftel muss verkaufen. Die größte Herausforderung wird darin gesehen, geeignete Nachfolger zu finden.

(Redaktion)


 


 

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