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Geld verdienen auf hoher See

(bo/ddp.djn). Die vergangenen Jahre waren für die geschlossene Anlage der Schiffsbeteiligungen eine scheinbar endlose Erfolgsgeschichte. Doch spätestens seit der globalen Finanzmarktkrise hat sich das Bild gewandelt: Zurückgehende Frachtaufträge drücken die Bilanzen vieler Containerschiffe. Anleger können aber deshalb momentan auf dem Zweitmarkt viele lukrative Fondsbeteiligungen erwerben.

Schiffsbeteiligungen sind als geschlossene Fonds konzipiert. Der Anleger wird dabei meistens Kommanditist einer Kommanditgesellschaft. Die Haftung ist bei diesem Modell grundsätzlich auf die Höhe der Einlage begrenzt. Eine Ausnahme stellen Angebote dar, bei denen es sich um eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) handelt. Bei dieser vergleichsweise seltenen Anlagestruktur haftet der Anleger nicht nur unbegrenzt für Verluste, er hat im Fall eines Bankrotts sogar eine Nachschusspflicht zu leisten.

Wichtig bei einem Investment ist immer, dass die Schiffe langfristig verchartert sind, am besten sogar über die gesamte Laufzeit der Beteiligung. Dadurch umgeht der Anleger mögliche Charterausfälle oder reduzierte Einnahmen in der Zukunft. Vorsichtig sollte man auch sein, wenn für eine bereits längere Zeit aufgelegte Schiffsbeteiligung keine Leistungsbilanz existiert. Dies ist oftmals ein Anzeichen dafür, dass die wirtschaftlichen Zahlen in der Vergangenheit schlecht waren.

Fonds, die nur ein Schiff finanzieren, sind ebenfalls nur bedingt zu empfehlen. Denn hier ist das Risiko wesentlich höher, als bei einem diversifizierten Fonds, der aus verschiedenen Schiffen in zumeist noch unterschiedlichen Schiffsgrößen besteht. Auch zum Thema Fremdkapitalquote einer Schiffsbeteiligung sollten sich Anleger informieren und dabei einen Wert von über 75 Prozent möglichst meiden.

Trotz aller derzeitigen Hiobsbotschaften, gibt es immer noch zahlreiche Schiffsbeteiligungen, die gute Gewinne erwirtschaften. Besonders Containerschiffe, die vor 2005 gekauft wurden und heutzutage so gut wie schuldenfrei fahren sowie Schiffe, die mit langfristigen Charterverträgen ausgestattet sind, lohnen eine Investition. Statt also in neue Schiffsbeteiligungen einzusteigen, sollten sich Anleger besonders auf dem sogenannten «Zweiten Markt» umschauen.

Hierbei handelt es sich um einen Marktplatz, an dem Anleger ihre Beteiligungen an wiederum investitionsbereite Anleger und Finanzinstitutionen verkaufen können. Momentan sind hier durch die vielen verkaufswilligen Anleger sehr gute Angebote zu finden. So ließ sich für 2008 ein Rückgang der Kaufpreise um durchschnittlich 40 Prozent beobachten.

Ein Beispiel für einen solchen Zweitmarkt-Fonds ist der «Maritim Invest XVIII», der bereits achtzehnte Fonds von der Maritim Invest Beteiligungsgesellschaft. Dessen Prinzip entspricht exakt den zahlreichen Vorgängerfonds der Gesellschaft. Gekauft werden nur die Schiffsbeteiligungen, bei denen der Preis zur Wirtschaftlichkeit und Bonität passt. Aus diesem Grund schaffen es auch durchschnittlich nur 20 Prozent der angebotenen Beteiligungen in die Fonds der Maritim Invest. Die Zielvorgabe bei der Rendite sieht durchschnittliche Auszahlungen in Höhe von 6 - 8 Prozent pro Jahr vor. Die steuerliche Veranlagung basiert dabei auf der erwähnt günstigen Tonnagesteuer.

(Redaktion)


 


 

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