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  • 24.08.2011, 14:29 Uhr
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Geschäftsklima

ifo Geschäftsklima erheblich abgekühlt

Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im August deutlich gesunken. Stellungnahme von Thomas Niehoff, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld.

Die Unternehmen haben ihre Erwartungen an den Geschäftsverlauf im kommenden halben Jahr stark zurückgeschraubt. Ihre aktuelle Geschäftslage bewerten die Firmen weiterhin vorwiegend als gut, allerdings war die Situation in den vergangenen Monaten noch merklich günstiger. Die deutsche Wirtschaft kann sich den weltweiten Turbulenzen nicht entziehen.

Im Verarbeitenden Gewerbe hat der Geschäftsklimaindex erneut nachgegeben. Die aktuelle Geschäftslage stufen die Firmen nicht mehr ganz so häufig als gut ein. Ihre Geschäftsaussichten für das kommende halbe Jahr bewerten die Unternehmen wesentlich zurückhaltender als bisher. Die Erwartungen an das Exportgeschäft haben sie weiter reduziert. Die Personalplanungen sehen nach wie vor eine Aufstockung der Mitarbeiterzahl vor, sie sind aber nicht mehr so expansiv wie in den vergangenen Monaten.

Abgekühlt hat sich auch das Geschäftsklima im Einzelhandel und noch stärker im Großhandel. In beiden Handelsstufen wird die Geschäftslage nicht mehr so positiv eingeschätzt wie im vergangenen Monat. Der Optimismus der Handelsunternehmen hinsichtlich der Geschäftsentwicklung in den nächsten sechs Monaten ist weitgehend gewichen. Im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima ebenfalls eingetrübt. Die Unternehmen sind mit ihrer Geschäftssituation nicht mehr so zufrieden wie bislang. Auch bezüglich der Entwicklung in der nächsten Zeit sind die befragten Baubetriebe zurückhaltender als im Juli.

Stellungnahme von Thomas Niehoff, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld, zu den heute veröffentlichten IFO-Zahlen: „Nach unserer Einschätzung läuft die Konjunktur in Ostwestfalen nach wie vor gut und stabil. Die Negativmeldungen über Euro-Krise, Börsenturbulenzen und Wachstumsprobleme in den USA passen mit der derzeitigen Realität in den hiesigen Unternehmen nicht zusammen. Die Auftragsbücher sind überwiegend gut gefüllt. Deshalb warne ich vor Panikmache. Ein Ende des Aufschwungs ist nicht in Sicht. Wenn einzelne Indikatoren neue Höchststände verpassen, müssen wir deswegen keine neue Krise ausrufen. Angesichts der rasanten Aufholjagd seit dem letzten Jahr wäre eine leichte Abkühlung der hitzigen Entwicklung nicht unnormal. Wahrscheinlich kommen wir in etwas ruhigeres Fahrwasser.“

Quelle: IFO

(Redaktion)


 


 

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